Bürgerinitiative: Ein Raum für Generationen

Von: Georg Schmitz
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Eine Menge los war auf dem Johann-Plum-Platz in Bauchem. Die Vereins-Fördergemeinschaft setzte hier an, um für die Neugestaltung des Areals zu werben und auch Geld dafür zu sammeln. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Der Johann-Plum-Platz gehört zu Bauchem wie der Marktplatz zu Geilenkirchen. Aber gegenüber dem Marktplatz in der City hat sich der Dorfmittelpunkt in dem 3000-Seelen-Stadtteil seit Jahrzehnten nicht verändert, und deshalb machen sich die Bürger ihre Gedanken über eine zeitgemäße Umgestaltung ihres Dorfplatzes.

Die Bauchemer haben jetzt selbst das Zepter in die Hand genommen, und schon bald könnte der nach dem ersten Nachkriegs-Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen benannte Platz zu einem Ort der Begegnung werden. „Der Johann-Plum-Platz ist das historische Zentrum Bauchems“, macht Christiane Kirschbaum klar.

Die Einwohnerin freut sich, dass sich viele Mitbürger für ihren Ort engagieren und stets neue Ideen einbringen. Schließlich geht es um Lebensfreude und Gemeinschaftssinn. „Wir wollen nicht nur nehmen, sondern auch etwas geben“, sagt Christiane Kirschbaum deutlich. Sie lebt in Bauchem und ist Geschäftsführerin des Fördervereins der Ortsvereine Bauchem. Der FC Germania Bauchem, die St.-Josef-Schützenbruderschaft, die Interessengemeinschaft Bauchem, der Taubenverein, die Bürgergruppe und das Trommler- und Pfeiferkorps gehören der Lobby an.

Die wird gelenkt vom Vorsitzenden Johannes Hensen, der sich über etliche Mitstreiter an seiner Seite freut. Das Ziel heißt, den Platz zu einem Ort zu machen, an dem Jung und Alt verweilen kann. „Wir möchten ein Zentrum haben, wo sich alle Bürger treffen können“, sagt Johannes Hensen.

Die Bauchemer wollen mit einer Neugestaltung, zu der natürlich auch neue Bänke und Spielgeräte gehören, einen Mittelpunkt schaffen, der über das ganze Jahr genutzt werden kann. Das Vorhaben muss selbst finanziert werden, denn die Stadt verfügt nicht über genügend finanzielle Mittel. So hat der Förderverein beschlossen, die Initiative zu ergreifen und eine Rücklagen für die Neugestaltung zu bilden. Mit einem Frühlingsmarkt legte der Verein jetzt den Grundstein, und weitere Aktionen sollen folgen. 15 Künstler und Handwerker sowie zwei Dutzend Flohmarktbeschicker hatten Zelte und Klapptische rund um den Johann-Plum-Platz aufgebaut.

Auf dem Platz und in der Seitenstraße spielte sich beim Frühlingsmarkt einiges ab, Gemeinsamkeit wurde gepflegt. Mit unzähligen Flohmarktutensilien und handgefertigten Kunstartikeln samt Drehorgelunterhaltung war das Angebot groß. Grillspezialitäten, Kaffee und Kuchen sowie kühle Getränken kamen hinzu.

Zudem wurden Unterschriften gegen den Abriss der St.-Josef-Kirche gesammelt.

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