Bürgerhaus Bauchem: Errichtung würde 375.000 Euro kosten

Von: st
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Nach dem Brand wurde das Gebäude zur andauernden Baustelle. Foto: Udo Stüßer

Geilenkirchen. Jetzt scheint man die Kuh vom Eis zu kriegen, das seit langem diskutierte Bürgerhaus in Bauchem könnte bald gebaut werden. Die Entscheidung darüber trifft am Mittwochabend der Stadtrat.

Der nämlich beschäftigt sich mit einem Antrag der CDU-Fraktion, einem Finanzierungsvorschlag zuzustimmen und die Verwaltung zu beauftragen, die Errichtung und Finanzierung des Gebäudes mit den Bauchemer Vereinen abzustimmen. Dem Antrag vorausgegangen sind Gespräche zwischen Christdemokraten und den Bauchemer Vereinen. Wie CDU-Fraktionschef Max Weiler erklärt, liegt den Vereinen ein Angebot über die Errichtung eines Gebäudes in Massivbauweise zum Preis von 375.000 Euro vor. Dabei handelt es sich um das bislang günstigste Angebot für die Errichtung eines Bürgerhauses in Bauchem.

Im Mai 2014 beschloss der Rat der Stadt Geilenkirchen den Neubau eines Hallenbades. In dem vorgegebenen Kostenrahmen von 7,85 Millionen Euro waren 200.000 Euro als städtischer Kostenanteil für ein Vereinsheim enthalten. Die Kostenberechnung des mit der Hallenbad-Planung beauftragten Architekturbüros Blass ergab allerdings einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 547.000 Euro. Die Ortsvereine fanden keinen Weg, ein Bürgerhaus nach dieser Planung zu finanzieren. Ein in Schweden gefertigtes Holzhaus sollte 100.000 Euro günstiger sein, dennoch reichte auch hier der städtische Zuschuss in Höhe von 200.000 Euro nicht aus.

In ihrem Antrag schlägt die CDU nun folgende Finanzierung vor: Der Anteil der Stadt beträgt wie vereinbart 200.000 Euro. Über den Restbetrag von 175.000 Euro nimmt die Stadt ein zinsgünstiges Kommunaldarlehen auf, das ebenfalls in die Gesamtfinanzierung eingebracht wird. Die für den Darlehensvertrag von 175.000 Euro zu leistenden Zins- und Tilgungsbeträge werden der Stadt von den Vereinen im Rahmen eines Pachtvertrages zurückgezahlt.

„Mit den zurzeit am Markt möglichen Kreditkonditionen würde sich für die Vereine in Bauchem eine finanzielle Belastung ergeben, die von diesen getragen werden kann“, erklärt Max Weiler zuversichtlich. Der Tilgungsplan für dieses Kommunaldarlehen lässt ihn optimistisch stimmen: Die Darlehenssumme von 175.000 Euro würde zu 100 Prozent ausgezahlt. Nach drei tilgungsfreien Anlaufjahren, in denen lediglich 17,50 Euro Zinsen im Monat zu zahlen wären, hätten die Bauchemer Vereine ab dem 37. Monat eine monatliche Belastung von rund 875 Euro im Monat, Tendenz minimal sinkend. Die Laufzeit des Kredites würde 20 Jahre betragen, die Zinsbindung auf zehn Jahre festgelegt. Der Zinssatz würde 0,12 Prozent betragen.

Max Weiler macht deutlich, dass es sich bei dem Bürgerhaus um ein städtisches Gebäude handeln wird. Zwischen der Stadt Geilenkirchen und den Vereinen soll ein Pachtvertrag über die Nutzung des Bürgerhauses abgeschlossen werden. In diesem Pachtvertrag soll eine Miete festgesetzt werden, die sich aus der Summe von Zinsen und Tilgung für das Darlehen ergibt. Ist das Darlehen nach 20 Jahren getilgt, entstehen der Stadt für die Aufnahme des Kredites keinerlei Kosten.

Es bliebe also bei einem Baukostenzuschuss von 200.000 Euro. „Aus Sicht der CDU-Fraktion ist dies der einzig mögliche Weg, um den Bauchemer Vereinen dieses Objekt zu vertretbaren Konditionen zu ermöglichen“, erklärt Weiler in seinem Antrag. Und in der Verwaltungsvorlage heißt es dazu. „Die Höhe der Miete ist aus Sicht des Vereins tragbar. Der Verein hat auch seinerzeit für das Hallenbadrestaurant eine Miete in ähnlicher Höhe gezahlt.“ Vor Jahren schon hatte der FC Germania Bauchem das Hallenbadrestaurant gepachtet und die Gaststätte geführt. Bis sie ein Raub der Flammen wurde.

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