Bürger fürchten Geruchsbelästigung durch Flaschenfabrik

Von: jpm
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Die Firma Polythex hat dem Kreis Heinsberg ein „Erfolg versprechendes“ Konzept zur Beseitigung der Geruchsbelästigung vorgestellt. Unterdessen befürchten Anwohner aufgrund der geplanten Plastikflaschenfabrik bereits das nächste Problem. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg. In bestimmten Teilen Übach-Palenbergs reagiert man auf das Wort Kunststoff mittlerweile reichlich allergisch, und zwar in den Gebieten, die in der Nähe der Firma Polythex liegen.

Durch eine Ordnungsverfügung, die der Kreis Heinsberg erlassen hat, ist Bewegung in das Thema gekommen und es zeichnet sich ab, dass in absehbarer Zeit eine Lösung gefunden sein sollte. Nun sorgt die Nachricht für Unruhe, dass der Lidl-Konzern eine Fabrik für Plastikflaschen eröffnen wird. Bedeutet eine weitere Fabrik, in der mit Kunststoff gearbeitet wird, also automatisch ein weiteres Geruchsproblem?

Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch widersprach dieser Befürchtung am Mittwoch auf Anfrage unserer Zeitung. „Im Rahmen von Baugenehmigungsverfahren sind die aktuellen Richtwerte in jeder Beziehung einzuhalten. Mir ist nicht bekannt, dass in anderen Städten in artgleichen Werken Beschwerden bezüglich einer Geruchsbelästigung vorliegen. Von daher gehe ich davon aus, dass bei einem Neubau dies ebenfalls in unserer Stadt nicht zu einer entsprechenden Belästigung führen wird“, so Jungnitsch, der die Investition ausdrücklich begrüßte und in diesem Zusammenhang neue Arbeitsplätze ankündigte.

Im Rahmen der Ordnungsverfügung gegen Polythex ist diese Woche unterdessen die Frist abgelaufen, die der Kreis dem geschäftsführenden Gesellschafter Stefan Nickolai für das Erstellen eines Abluftbehandlungskonzepts gesetzt hatte. Dieses wiederum soll innerhalb der ersten Jahreshälfte umgesetzt sein. Wie der Kreis auf Anfrage mitteilt, war das Unternehmen Anfang Mai mit einem Zwischenbericht im Kreishaus vorstellig. Dabei sei ein Erfolg versprechendes Verfahren zur Abscheidung styrolhaltiger Komponenten vorgestellt worden. Genauer dürfe man die Öffentlichkeit darüber nicht informieren, aus patentrechtlichen Gründen.

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