„Bündnis für Geilenkirchen”: Frische Impulse für das ganze Stadtbild

Von: Georg Schmitz
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Nach dem ersten Bauabschnitt zur verkehrstechnischen und optischen Neugestaltung der Geilenkirchener Innenlage - hier der Kreisverkehr am Markt - heißt es „Schluss” für das Stadtplanungsbüro Meyer-Brandis. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Vorbehaltlich der Zustimmung des Rates der Stadt Geilenkirchen in seiner Sitzung am 21. April geht das „Bündnis für Geilenkirchen” mit einem neuen Stadtplaner die kommenden Bauabschnitte der Cityneugestaltung an.

Mit Fertigstellung des ersten Bauabschnittes endet damit die Arbeit des seinerzeit von allen Parteien beauftragten Planungsbüros Meyer-Brandis aus Aachen.

Grund für den planerischen Wechsel war die Unzufriedenheit mit dem Aachener Büro, das nach Meinung der aus SPD, FDP, Bündnis 90/Grüne und Freier Bürgerliste bestehenden Ratsmehrheit keine Alternativen zur manifestierten Planung aufgezeigt habe. Dies machten die Vertreter des Bündnisses bei einem Gespräch in der Nikolaus-Becker-Stube deutlich.

Die Bürger beteiligen

Dort hatte zuvor ein neuer Planer, dessen Namen noch nicht öffentlich genannt wurde, seine Vorstellungen von einer Neugestaltung der Geilenkirchener Innenstadt dargelegt. Dem Vernehmen nach handelt es sich bei dem neuen Planer um einen bekannten Professor aus Aachen. „Die bisherigen Konzepte waren unbefriedigend, daher wollen wir für die weiteren Bauabschnitte den Planer wechseln”, brachte Toska Frohn (FDP) die Meinung der Runde auf den Punkt. Es galt einen Planer zu finden, der aus dem Vorhandenen etwas Neues entwickeln könne, mit dem Ziel einer umfangreichen Bürgerbeteiligung.

Das Bündnis habe nun ein erfahrenes Planungsbüro eingeladen, dass bei der Vorstellung bereits auf Alternativen verweisen konnte. Christian Kravanja (Freie Bürgerliste) legte Wert auf die Feststellung, dass das Büro Meyer-Brandis nicht alles falsch gemacht hat. „Aber mit dem Neuen wollen wir mehr erreichen.” Es werde im Hinblick auf die Bauabschnitte ein „Update” geben.

Das jetzt verabschiedete Planungsbüro habe schon öfters in der Kritik gestanden, sagte Dr. Joachim Möhring (SPD). „Die hatten immer den gleichen Aufbau für alle Städte.” Damit könne sich das Bündnis nicht identifizieren. „Geilenkirchen braucht einen ganzheitlichen Ansatz.” SPD-Fraktionsvorsitzender Horst-Eberhard Hoffmann: „Im Verlauf der bisherigen Planung haben wir nach Alternativen gefragt, aber keine bekommen.”

Jetzt müssten der Fokus auf die Zukunft gerichtet und moderne Planungsmethoden eingebracht werden, schob Jürgen Benden (Bündnis 90/Grüne) die Vergangenheit beiseite. „Wir holen jetzt die Bürger mit ins Boot und wollen gemeinsam die Stadt voranbringen”, so der Fraktionssprecher. Dabei müsse darauf geachtet werden, dass Geilenkirchen und Hünshoven als Einheit überplant würden: „Der neue Planer hat uns schon Wege aufgezeigt, wie er sich das vorstellt.” So werde die Bahnunterführung mit beplant, die ab dem Jahr 2014 realisiert werden soll.

Bei der nächsten Ratssitzung sollte sich der neue Planer vorstellen, war Wunsch der Runde. Das neue Planungskonzept führe zu einem Kulturwechsel in Geilenkirchen „mit einer frühen Bürgerbeteiligung”, die bisher nicht stattgefunden habe, war sich Joachim Möhring sicher. „Wir werden 2010 mit einer umfassenden Bürgerbeteiligung beginnen”, garantierte auch Jürgen Benden. „Nicht nur meckern, sondern mitmachen”, forderte Joachim Möhring Beteiligung der Menschen. Auch die Jugend müsse mit eingebunden werden: „Wir wollen Geilenkirchen zu einer attraktiven Stadt machen!”
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