Buch über Ostpreußen: Erfahrungsberichte und Fluchterlebnisse

Von: kf
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Geilenkirchen-Lindern. Ob Grußworte, Reiseberichte, Geburtstagsglückwünsche oder Fluchtberichte – in dem 144 Seiten starken Buch „Land an der Memel- Tilsiter Rundbrief“ finden sich die unterschiedlichsten Themen, Erinnerungen und Ereignisse rund um das Thema Ostpreußen wieder.

Die Texte in dem Buch stammen von Menschen, die aus dem ehemaligen Ostpreußen stammen oder sich einfach für das Leben, die Kultur und die Landschaft im Land an der Memel interessieren. Diese tiefe Verbundenheit mit dem ehemaligen Ostpreußen hat Heiner Coenen aus Geilenkirchen dazu bewegt, Schriftführer dieses ganz besonderen Buches zu werden.

„Schon seit meiner Ausbildung – damals hatte ich einen ostpreußischen Ausbilder – ist mir das Thema immer wieder begegnet. 2009 bin ich das erste Mal in die ehemals östlichste deutsche Provinz gereist und war sofort begeistert“, erzählt Coenen, der in Ostpreußen tief verwurzelt ist.

Das Buch, das neben Fotos, Todesanzeigen und Reisereportagen vor allem Fluchtberichte enthält, erscheint mittlerweile in 25 Ländern – von Argentinien bis Neuseeland. Damit ist Coenen scheinbar nicht der einzige, der sich für das ehemalige Ostpreußen interessiert. Bereits 96 Ausgaben sind seit 1955 erschienen und es sollen in den kommenden Jahren noch einige mehr werden. „Das besondere an dem Buch ist, dass so viele unterschiedliche Geschichten darin Platz finden. Es gibt bei uns eigentlich nur eine Richtschnur, nämlich das große Thema Ostpreußen“, sagt Coenen.

Viele Berichte gingen unter die Haut, zum Beispiel jene, in denen Menschen von ihren schlimmen Fluchterlebnissen und dem Verlust von Angehörigen berichten. Aber nicht alle Berichte seien so. Es gebe auch Kommentare und Reportagen, die einfach lustig seien. „Immer wieder erreichen mich Fotos aus einer längt vergangenen Zeit. Gleichzeitig bekomme ich aber auch Einsendungen, die zum Beispiel den Geburtstag eines Lesers ankündigen oder zu einem Fest einladen“, erzählt Coenen.

Das Buch sei ein bunter Strauß von Erlebnissen und Geschichten. „Alle Schreiber und Leser verbindet in der Sache das Gleiche, nämlich die Liebe zum Land an der Memel, wie der Titel des Buches schon verrät“, ist sich Coenen sicher. Das Buch erscheint zweimal jährlich. Einsendungen sind möglichst per E-Mail an heiner.coenen@t-online.de.

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