Brücke über Bundesstraße nun befahrbar

Von: Wilfried Rhein
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Geilenkirchen. Wuchtig hohe Schutzplanken konzentrieren den Blick auf die frisch asphaltierte Fahrbahn. Ein Stück Bundesstraße über einen anderen Streifen Bundesstraße, die „56” von der „57” (neu) um ein paar Meter Höhenunterschied getrennt.

Das ist seit einigen Stunden die Situation für den motorisierten Verkehr zwischen Geilenkirchen und Puffendorf. Eine wichtige Voraussetzung für die Umgehungsstraße B 57 n ist mit dem Brückenbauwerk vor Immendorf realisiert.

Rund 17 Monate hat der Bauabschnitt bis jetzt erfordert, der ein Stück Landschaft an der östlichen Stadtgrenze Geilenkirchens stark verändert hat. Ausgangslange war die seit etwa zwei Jahrzehnten gewünschte Umfahrung der Kernlagen von Baesweiler und Setterich; durch beide Ortsmitten führt die Bundesstraße 57 im Nordteil der Städteregion Aachen.

Die Ersatztrasse jedoch beginnt im Kreis Heinsberg, bei Immendorf. Dessen Ortsausgang und die neue Anbindung in die Richtungen Beeck-Würm-Lindern sind nun über ein Kreisverkehr geregelt, der bereits seit einiger Zeit für den Betrieb freigegeben war. Offen ist der jetzt auch für die andere Richtung, so dass es für Benutzer der Bundesstraße 56 bei der Abfahrt zu diesen Orten keinen unnötigen Umweg mehr geben muss, sieht man ab von der Umfahrung großzügig angelegter Ausgleichs- und Versickerungsflächen; allein das Auffangbecken in drei Kammern samt Ölsperre für Oberflächenwasser hat eine Ausdehnung von rund anderthalbtausend Quadratmeter.

Zeichen stehen gut

Die vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau (Straßen.NRW) geführte Baustelle war im März 2010 für diesen ersten Abschnitt eingerichtet worden. Vom oberen Kreisverkehr Immendorf geht es nach Fertigstellung darin rund 4,2 Kilometer nach Süden bis zur Bundesstraße 225 bei Boscheln, nahe der „Schokoladenfabrik”. Von dort aus wird der durchgeplante nächste Bauabschnitt der B 57 n bis nach Alsdorf in Angriff genommen. Bis zum Erreichen der Landesstraße 240 - etwa 2,8 Kilometer - müssen unter anderem erneut fünf Brücken hergestellt werden. Mit der ersten davon wollen Straßen.NRW und die Bauunternehmer schon im Herbst beginnen.

Dann nämlich, spätestens im Oktober, soll der Immendorfer Bauabschnitt offiziell abgeschlossen sein. Die Zeichen dafür stünden gut, sagt Straßenbau-Techniker Karl-Josef Hild. „Alle beteiligten Firmen bewegen sich im Zeitplan”, so der Experte, „wenn auch der Dezember voriges Jahr wetterbedingt ein totaler Ausfall war.”

Während die Überquerung der Ersatzbundesstraße über die neue Brücke jetzt geradlinig möglich ist, wird an den Nebenanlagen noch gearbeitet. Die bislang als Ableitung für die B 56 benutzte Asphaltstrecken stellen demnächst über den unteren Immendorfer Kreisverkehr die Verbindung her zu den weiteren Knotenpunkten. Dafür wird beispielsweise an der südwestlichen Rampe gerade eine Verkehrsinsel gebaut, die als Fahrbahnteiler wirkt und als möglichst sichere Auffahrt der B 56 Richtung Puffendorf wirken soll.

Zudem wird sich der Bauunternehmer in etwa drei bis vier Wochen daran machen, die Verbindung nach Floverich vom Kreisverkehr aus zu stabilisieren und die Ersatztrasse bis zur der B 56 abzutragen.

Auch einige Verkehrszeichen sind bislang als Provisorium zu erkennen. „In etwa zwei Wochen werden die festen Schilder aufgebaut sein”, sagt Karl-Josef Hild, „die Fundamente dafür sind schon in der Erde.”

Die Freigabe teils neugeordneter Rad- und Wirtschaftswege vollzieht sich parallel dazu. Einschließlich der markanten Brückenbauwerke hat Straßen.NRW für das Gesamtprojekt knapp 20 Millionen Euro Kosten kalkuliert.
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