Brief von Bürgermeister sorgt für Verwirrung: Werden Kastanien abgeholzt?

Von: jpm/r.k.
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Rechts grauer Beton, links grüne Kastanien: So gegensätzlich präsentiert sich zurzeit noch der östliche Teil der Brünestraße in Übach-Palenberg. Foto: Jan Mönch

Übach-Palenberg-Boscheln. Sollen die Kastanien an der Brünestraße gefällt werden? Dass die Stadt dies zumindest geplant hatte, geht aus einem Schreiben von Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch an einen Übach-Palenberger hervor, das unserer Zeitung vorliegt. Angeblich sind die Bäume krank. Mittlerweile scheint man von dem Plan jedoch Abstand genommen zu haben.

Der Adressat des Schreibens heißt Manfred Weber und wohnt in der Friedrichstraße, sein Grundstück grenzt rückseitig an die Brünestraße und damit an die Bäume. Bereits im vergangenen Jahr beklagte Weber sich bei der Stadt darüber, dass eine einzelne Kastanie gefällt worden war, und fragte nach dem Grund. Die Antwort erhielt er schriftlich: Der Baum sei erkrankt gewesen und habe eine „Gefahr für die öffentliche Sicherheit“ dargestellt, heißt es darin. „Leider sind auch die noch vorhandenen Bäume erkrankt und müssen in nächster Zeit gefällt werden.“ Dann wünscht der Bürgermeister eine besinnliche Adventszeit und ein schönes Weihnachtsfest – denn das Schreiben stammt bereits von Anfang Dezember vergangenen Jahres.

Gemeint sind die etwa acht bis zehn Kastanien, die den Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr und dem Ortsausgang Richtung Baesweiler säumen. Von weitem machen die Bäume durchaus einen passablen Eindruck, aus der Nähe zeigt sich jedoch, dass viele Blätter bräunlich und welk sind.

Jedenfalls stehen sie noch immer. Das Rathaus teilte am Mittwoch auf Nachfrage unserer Zeitung mit, dass eine Fällung „aktuell nicht geplant“ sei. Manfred Weber hofft, dass das so bleibt, denn sie verdecken zumindest notdürftig die Sicht auf die graue Mauer, die der Lidl-Konzern gegenüber hat bauen lassen. Warum die Stadt ihre Ankündigung doch nicht wahr gemacht hat, ist unklar. Womöglich hängt dies mit den Schonzeiten zusammen.

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