Brachfläche am Bahnhof: Wohn- und Geschäftshaus geplant

Von: Manfred Hahn
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So sieht es derzeit neben der „Ballerbude“ aus. Eine Lücke klafft zwischen den Häusern, der Blick fällt auf den Bahnhof. Foto: Manfred Hahn

Übach-Palenberg. Die erste Hürde auf dem Weg, im Stadtteil Palenberg einen Schandfleck zu beseitigen, ist im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Sicherheit genommen worden. Die Neugestaltung der Fläche, auf dem einst das Hotel Ernst gestanden hat, bekam in der ersten Sitzung des neuen Ausschusses ein Gesicht.

Die erste, vorläufige Planung des Aachener Architekten Philipp Hansen, der übrigens in Übach-Palenberg geboren ist, stieß auf einhellige Zustimmung. Nachdem zunächst Baudezernent Hans-Peter Gatzen darauf hingewiesen hatte, dass die Stadt das alte Hotel Ernst aufgekauft und abgerissen habe, Kaufverhandlungen mit der benachbarten „Ballerbude“ aber leider gescheitert seien und sich weder Interessen aus dem Einzelhandel noch aus dem Hotelbereich gefunden hätten, berichtete Philipp Hansen über seine bisherige Arbeit.

Er habe mit dem Besitzer der ehemaligen Gaststätte „Ballerbude“ gesprochen und sehe die Möglichkeit, dieses Gelände auch zu kaufen. Für die Fläche, die gegenüber der „Karlskapelle“ und der Mündung der Kirchstraße liegt, sieht er die Zukunft in einem Wohn- und Geschäftshaus oder mehreren davon. Das würde, so Hansen, vielleicht dem „großen Sterben“ des Einzelhandels in Palenberg entgegenwirken.

Ansprechendes Äußeres

Die Entwürfe, die Hansen als Bilder mitgebracht hatte, zeigten ansprechende Hausfassaden mit einem gewerblich genutzten Erdgeschoss und darüber drei Wohnetagen. Hier sei an Wohnungen mit gehobener Ausstattung gedacht, sagte Hansen und sah eine Chance für derartige Wohnungen auch im wachsenden Campus der RWTH Aachen. Die Wohnungen lägen schließlich in direkter Nähe des Bahnhofs, und von hier sei Aachen in 20 Minuten mit dem Zug zu erreichen. Die Wohnungsgrößen seien noch variabel, und an ihn seien durchaus schon einige Anfragen gestellt worden. Er könne sich auch vorstellen, so Philipp Hansen, dass der gesamt Komplex bis an das Bahnhofsgebäude gebaut werde.

Das sah für die SPD auch Herbert Fibus so und mit ihm der gesamte Ausschuss. Fibus sprach auch das Thema Kosten an. Chancen hat das Projekt seiner Meinung nach nur, wenn ein privater Investor „Geld in die Hand nimmt“. Wie schon aus der Verwaltungsvorlage hervorging, muss ein künftiger Bauherr erhebliche Hürden überwinden: Zum einen läuft dort an der Bahnhofstraße eine Erdgasleitung vorbei und zum anderen ist die Fläche nach dem Abriss des Hotels mit Bauschutt verfüllt worden. Außerdem hat ein Investor Lärmschutzmaßnahmen wegen der direkt vorbeiführenden Bahnlinie zu beachten.

Der Ausschuss nahm jedenfalls die vorläufigen Pläne von Philipp Hansen zustimmend zur Kenntnis. Der Architekt soll zu gegebener Zeit eine beschlussfähige Planung vorlegen. Was die Grundstücksangelegenheiten – Verkäufe, Finanzierungen und dergleichen – angeht, so ist dies allerdings Sache des Haupt- und Finanzausschusses, wie Baudezernent Hans-Peter Gatzen betonte. Das Thema „Schandfleck“ bleibt den Übach-Palenberger Politikern also noch eine Weile erhalten.

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