„Botschafter der Base“ feiert gebührend Geburtstag

Von: Markus Bienwald
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Die Deutsche Unteroffizier Kameradschaft (DUK) der Nato-Airbase Teveren feierte mit dem amtierenden Vorsitzenden Alex Gieswein (4.v.l.) und dem ganzen Vorstand seine drei anwesenden Gründungsmitglieder Rolf-Dieter Herzig (2.v.l.), Uwe Knorst (3.v.l.) und Klaus Dietze (4.v.r.). Foto: Markus Bienwald
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Für die musikalischen Beiträge bei der Feier zu 35 Jahren DUK war auch die Privat-Musikkapelle Scherpenseel zuständig. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Vor 35 Jahren schlug nicht nur die Geburtsstunde des Nato E3A-Verbandes. Es war auch das Gründungsjahr der Deutschen Unteroffizier Kameradschaft (DUK), die am Samstag ihren Geburtstag mit einem Festabend feierte.

„Das war eine riesige Baustelle damals“, erinnerte sich der frühere DUK-Vorsitzende und Festredner Eugen Tölle, „es gab kaum Flugzeuge, keine gewachsenen Strukturen und keinerlei Betreuungsangebote.“

Für die vielen Soldaten, die zudem als Pendler beispielsweise aus Süddeutschland unter der Woche ihren Dienst auf der damals noch jungen Nato-Airbase schoben, gab es somit abseits des geregelten Dienstplans kaum soziale Strukturen. „Darum war das Interesse an der Idee, die DUK zu gründen, von Anfang an sehr groß“, berichtete Tölle.

Am 22. April 1982 war es dann soweit: die Deutsche Unteroffizier Kameradschaft wurde aus der Taufe gehoben, die Mitgliederzahlen wuchsen in den ersten Jahren schnell an und pendelten sich bei der heutigen Durchschnittszahl von rund 180 ein. „Es gab eine unheimliche Anziehungskraft bei der DUK“, erinnerte sich Oberst a.D. Reinhard Mack, der zehn Jahre lang als Dienstältester Deutscher Offizier (DDO) auf der Base im Einsatz war. „Ohne sie hätte auf der Base Vieles nicht funktioniert“, war Mack sicher. Er sieht in der Vereinigung einen Botschafter der Base, der ein „gerüttelt Maß zum inneren Gefüge“ des Verbandes beigetragen habe.

„Nicht nur für die Soldaten, sondern auch für die Familien hat die DUK viel geleistet“, meinte auch Manfred Cordie, ebenfalls ehemaliger Vorsitzender. Mit inzwischen rund 35 Veranstaltungen pro Jahr – von Familiennachmittagen über ein Grünkohlessen mit der Wahl von Grünkohlkönig und –königin bis hin zu Vatertagstour und dem Oktoberfest als dem wohl bekanntesten Fest – bleibt die DUK ein Anker im sozialen Gefüge der Base.

„Wichtig ist dabei sicherlich auch, dass alle aktiven Vorstandsmitglieder auch auf der Base ihren Dienst tun müssen. Sind sie nicht mehr hier, dann dürfen sie dem Vorstand nicht mehr angehören“, erklärte der amtierende Vorsitzende Alex Gieswein. Vielleicht ist das auch neben dem Publikumsmagneten Oktoberfest ein Grund dafür, dass es an Nachwuchs und einer gesunden Altersstruktur in der DUK nicht mangelt.

Dabei ist gerade das Oktoberfest, bei dem zur ersten Auflage nur 300 Gäste kamen, während mittlerweile mehr als zehn Mal so viele Menschen zu diesem Anlass zur Base strömen, ein wichtiger Beweis dafür, was die DUK zur Gemeinschaft in der Region beitragen kann.

„Schon beim ersten Oktoberfest wurden 2500 Mark Reinerlös gesammelt und gespendet. Aktuell steht unser Spendenbarometer bei rund 370.000 Euro, die jedes Jahr in die Region fließen“, freute sich Cordie. Nebenbei, bemerkte Eugen Tölle schmunzelnd, hätten die Kameraden aus Süddeutschland mit der „Einfuhr“ von bis dato in hiesigen Breiten nur wenig bekannten Schmankerln wie Weißbier oder Weißwurst dafür gesorgt, dass der Westzipfel Deutschlands auch kulinarisch offener wurde.

Auf der Base selbst hat sich die DUK übrigens auch als freiwilliger und ehrenamtlicher Betreiber des beliebten „Frisbee-Clubs“ einen Namen gemacht. Immer dienstags und freitags stehen hier Mitglieder und frühere Soldaten hinter der Theke, um den Gästen einen schönen Nachmittag und Abend zu bereiten.

Das durfte mit Fug und Recht natürlich auch vom Festabend behauptet werden. Die Gäste im edlen Festzelt erfreuten sich nicht nur am offiziellen Teil, zu dem auch die Ehrungen der drei anwesenden Gründungsmitglieder Klaus Dietze, Rolf-Dieter Herzig und Uwe Knorst (alle Stabsfeldwebel a.D.) gehörten.

Mit den tollen Musikbeiträgen der Privat-Musikkappelle Scherpenseel, der Partyband „Stube Buben“, einem DJ, bester Verpflegung und Gästen, die sonst auch gerne hinter den Kulissen der DUK helfen, wie dem Technischen Hilfswerk (THW) aus Übach-Palenberg, war es eine rundum gelungene Geburtstagsfeier.

Dass dafür der hinterste zugängige Teil des Base-Areals genutzt wurde, war übrigens kein Makel. Schließlich wissen der aktuelle Vorsitzende Alex Gieswein und seine sechs Vorstandskollegen, dass die Deutschen Unteroffizier Kameradschaft durchaus Herz und Seele der Base ist, und für viele den Grundstein zur Zuneigung für diese militärische Einrichtung auch über das Dienstende hinaus gelegt hat.

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