Boschelner St.-Rochus-Schützen schwingen die Grillzange

Von: r.k.
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Hoch ging‘s her: Die Kinder hatten ihren Spaß auf einer großen Hüpfburg. Foto: Renate Kolodzey
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Hier geht‘s um die Wurst: Am Grill roch es verlockend.

Übach-Palenberg. Das Wetter meinte es wahrlich gut mit den Schützen: War es Tage vorher nur regnerisch und nasskalt, strahlte am ersten Maisonntag die Sonne mit aller Kraft vom Firmament. Kein Wunder, dass die Gäste massenweise herbeiströmten, um sich schon mittags mit verlockend duftenden Gaumenfreuden vom Grill auf den sonnigen Tag einzustimmen.

Thomas Zilgens, Vorsitzender des seit 1860 bestehenden Schützenvereins St. Rochus, schwang höchstpersönlich die Grillzange, und Schützenmeister Stefan Wößner plauderte: „Jedes Jahr am 1. Mai veranstalten wir unser Familienfest. Es wird von der gesamten Schützenbruderschaft – derzeit haben wir 85 Mitglieder – organisiert. Hier treffen sich Jung und Alt in familiärem Rahmen bei zivilen Preisen.“ Wößner erläuterte weiter, dass die Bruderschaft eine starke Jugendabteilung, nämlich 24 Jungschützen habe, und man sich sehr um den Nachwuchs kümmere, unter anderem gäbe es jährliche Jugendfahrten.

Nicht das Schießen sei der Hauptzweck, sondern die Gemeinschaft. Schießen auf eine Scheibe sei mittlerweile sogar als Therapie für ADHS anerkannt, da es gegen Aufmerksamkeitsstörungen und Hyperaktivität wirke. „Bald, an Fronleichnam, findet unser alljährlicher Vogelschuss statt“, fuhr Wößner fort, „vier Majestäten können wir vom Verein ausschießen.“ Außerdem werde es noch einen Bürgerkönig geben, der nicht Mitglied der Bruderschaft sei. Hierbei könne jeder für fünf Euro Startgeld mitschießen, und der Sieger erhalte das eingenommene Geld als Preis in voller Höhe ausgezahlt.

Inzwischen herrschte auf dem Platz hinter der Kirche am Schützenheim ein buntes Treiben mit Kommen und Gehen. Auch die Kinder kamen auf ihre Kosten, war doch eine riesige Hüpfburg aufgebaut, in der sie nach Herzenslust toben konnten. Außerdem wurden verschiedene Spiele angeboten. Nachmittags lockte im Schützenheim eine ausladende Kaffeetafel mit selbst hergestellten Leckereien, und bis zum Abend schauten rund 230 Leute vorbei.

Unter den Gästen waren auch Mitglieder aus anderen Vereinen, zum Beispiel Uwe Dickmann von der Boschelner Feuerwehr: „Wir unterstützen uns gegenseitig. Die Kameradschaft ist sehr gut, und ich komme jedes Jahr gerne hierher.“ Dem Schützenehrenmitglied Friedrich Schütz gelang es gar, seine Enkelin Janet Mingers und seine beiden 17-jährigen Urenkelinnen Sabrina und Deborah aus Grotenrath herzulocken. Ehepaar Nelly und Paul Wagner gefiel besonders die Atmosphäre: „Schön und gemütlich – man kennt die Leute und kann sich nett unterhalten!“

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