Geilenkirchen - Böllern an Silvester: Feuerwerkskörper sind ab Donnerstag zu kaufen

Böllern an Silvester: Feuerwerkskörper sind ab Donnerstag zu kaufen

Von: Kristina Toussaint
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Das ganze Jahr verfügbar: sogenanntes „Jugendfeuerwerk“ wie Knallerbsen und Wunderkerzen, hier abgelichtet in einem Geilenkirchener Verbrauchermarkt. Raketen und Knallkörper hingegen dürfen nur von heute bis Samstag verkauft werden. Foto: Kristina Toussaint
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Ann-Kathrin Nissel und Carsten Vonderhoff zünden gerne Raketen. Foto: Kristina Toussaint
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Lutz Schillen und Alexandra Paffen geben ihr Geld lieber anderweitig aus. Foto: Kristina Toussaint

Geilenkirchen. Sie sollen böse Geister vertreiben und das neue Jahr, in das Hoffnungen gesetzt, für das Pläne geschmiedet und gute Vorsätze gefasst werden, mit einem Knall begrüßen.

Beziehungsweise mit nur einem, sondern mit unzähligen Knallen – der Knaller im Silvester-Böller-Geschäft sind nämlich Batterien, die mit einer einzigen Zündschnur Dutzende Raketen in den Himmel schießen, sagt Alja Dufhues, Sprecherin der Real-Märkte: „Wurden früher einzelne Fontänen, Knallkörper oder Raketen gezündet, sind heutzutage Fontänen- oder Knallkörperkombinationen immer beliebter.“

Wie zahlreiche andere Supermärkte und Discounter verkauft die Filiale in Übach-Palenberg ab Donnerstag Raketen und China-Böller. Pyrotechnik der Kategorie zwei, in die solche Silvester-Knaller fallen, darf nur an drei Tagen vor Jahresende und nur an Erwachsene abgegeben werden, während „Jugendfeuerwerk“ wie Knallbonbons oder Tischfeuerwerke das ganze Jahr über und schon an Zwölfjährige verkauft werden darf.

Für die Einzelhändler bedeutet das, ein strenges Regelwerk zu befolgen: Spätestens zwei Wochen vor den Verkaufstagen müssen sie die Sortimenterweiterung bei der Bezirksregierung anmelden. Maximal 70 Kilogramm Sprengstoff dürfen an einem Ort gelagert werden, dementsprechend kann immer nur eine begrenzte Ladung Feuerwerkskörper im Verkaufsraum bereitstehen.

Der Rest muss eingelagert werden – je nach Menge sogar auf mehrere Etagen verteilt. So handhabt es zum Beispiel auch der Geilenkirchener Rewe-Markt. Fünf Europaletten mit Knallern sind hier insgesamt für den Verkauf vorrätig, so die Filialleitung.

Batterien bevorzugt

„Da der Verkauf der Raketen nicht in der Selbstbedienung erfolgen darf, stellen wir an den Verkaufstagen extra einen Mitarbeiter ab, der die entsprechenden Regale überwacht“, erläutert Alexandra Korsten, Filialleiterin bei Kodi in der Geilenkirchener Innenstadt, die weiteren Auflagen.

Auch Ann-Kathrin Nissel und Carsten Vonderhoff werden sich in den kommenden Tagen auf die Suche nach den besten Knallern machen: Die beiden 25-Jährigen feiern zu Hause mit Freunden. Alle Gäste würden dann auch Raketen mitbringen. „Am besten sind Batterien – die muss man nur einmal anmachen und kann dann genießen“, empfiehlt Nissel. „Das gehört einfach dazu“, bekräftigt Vonderhoff. „Wir selbst geben bis zu 50 Euro für Feuerwerk aus.“

„Rausgeschmissenes Geld“, urteilen indes Lutz Schillen und Alexandra Paffen aus Übach-Palenberg. „Was ich vom Fenster aus sehen kann, schaue ich mir schon an“, sagt Paffen. Sie selbst geben das Geld aber lieber für etwas anderes aus, sagt Schillen: „Wir gehen ins Konzert oder spenden etwas“.

Wer sich so für die bunten Lichtspiele begeistern kann, dass er selbst welche in den Himmel schießen will, sollte sich beeilen: Bis Samstag sind die Feuerwerkskörper im Verkauf, nach Neujahr dürfen sie ohne Sondergenehmigung nicht mehr gezündet werden.

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