Birkenbestand wird „umgebaut“

Von: hama
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Prächtig präsentiert sich der Gangelter Gemeindewald in diesen Herbsttagen. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt. Mit einem halben Cent pro Quadratmeter ist der Gangelter Gemeindewald in diesem Jahr in den Miesen. So schaffte es Wolfgang von der Heiden, Förster im Landesbetrieb Wald und Holz und für Gangelt zuständig, dass die Ratsherren dem Forstwirtschaftsplan mit einem Lächeln zustimmten, der mit gut 6000 Euro im Minus ist.

52.000 Euro stehen auf der Kostenseite, 46.000 Euro ist der Ertrag.

In der Staher Heide wird ein Birken- und Kiefernbestand „umgebaut“, wie der Fachmann sagt. Vor allem bei den Birken ist es höchste Zeit für eine Nutzung, und der Kiefer hat der gleichnamige Prachtkäfer zugesetzt. 1870 Rotbuchen, 2000 Douglasien und 1000 Küstentannen werden hier gesetzt.

Horst Frank von der Grün-Liberalen Fraktion machte darauf aufmerksam, dass Douglasien und Küstentannen keine heimischen Bäume sind. Sie seien aber vor der letzten Eiszeit hier zu finden gewesen, so Wolfgang von der Heiden, der diese – ursprünglich nordamerikanischen – Bäume in Zeiten der Klimaerwärmung für passend hält. „Gerade die Douglasie wird hier seit 300 Jahren gepflanzt.“ Einen ordentlichen Mix bei den Anpflanzungen zu finden, sei wichtig. „Die Mischung macht es“, so der Förster, der den Parlamentariern „in 100 Jahren einen schönen, bunten Wald“, versprach.

Landschaftsprägend für diese Gegend sei die Pappel, so von der Heiden weiter. Im Gangelter Bruch (Richtung Stahe) wird eine lange Reihe entfernt und durch 50 neue ersetzt. Im Sauengehege des Wildparks kommen 1000 Roterlen in die Erde. Diese Baumart wird mit dem sehr nassen Boden am besten fertig. Die Pflege der Jungkulturen, die in den letzten Jahren gesetzt wurden, nimmt natürlich auch breiten Raum ein.

„Wir lieben ja alle den Hopfen im Glas“, sagte von der Heiden. Er überwuchere aber die jungen Bäume und müsse deshalb mit viel Aufwand entfernt werden. „Unser Wald ist und Geld wert“, fasste der CDU-Fraktionsvorsitzende Karl-Heinz Milthaler das einstimmige Votum des Bau- und Umweltausschusses zusammen.

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