Birgdener Mandolinenorchester: „Wandervögel“ sorgen für Genuss

Von: mabie
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Die „Wandervögel“ überzeugten mit einer hervorragenden orchestralen Aufarbeitung des gesamten Musikprogramms. Foto: mabie

Übach-Palenberg/Gangelt. Eine ganze Reihe von Traditionen waren es, die an Allerheiligen im Schloss Zweibrüggen zusammenkamen. Zum einen zelebrierte das Mandolinenorchester „Wandervogel“ aus Birgden unter Leitung von Christel Haak zum inzwischen 13. Mal in Folge einen herrlichen Konzertabend.

Zum zweiten feiert der Verein in diesem Jahr sein 90-jähriges Bestehen. Schließlich ist da aber auch noch Matti Kontio zu nennen, der finnische Mandolinenspieler und Multiinstrumentalist, der immer wieder zum „Wandervogel“ hinzustößt.

Bevor Matti Kontio und seine Familie im kommenden Sommer wieder für einige Zeit ins heimische Finnland ziehen, sorgte die Musiker-Familie aber noch einmal für aufsehenerregend schöne Klänge im Schloss. Und dabei war es egal, ob Liisi Kontio an der Violine im kongenialen Zusammenspiel mit den Wandervogel-Vertretern die Meditation aus der Oper „Thais“ von Massenet spielte, die Eltern Sinikka und Matti Kontio sich bei den „Glocken von Vineta“ der sagenumwobenen Stadt an der Ostsee annahmen oder die ganze Familie sich beim Tango-Potpourri zusammenfand.

Die Einlagen der Kontios waren das Tüpfelchen auf dem I bei einem hochklassigen Konzertgenuss im Schloss. Das Ambiente passte natürlich ebenso hervorragend wie die Moderation von Hermann-Josef Dahlmanns. Natürlich fehlte sein charmanter Aufruf nicht, die Mobiltelefone während des Konzertes auszuschalten. Nötig war das vielleicht nicht, auch wenn die zartgewebten Töne des Orchesters natürlich keine unerwünschten Begleitmelodien aus dem Publikum vertragen konnten.

Der gut gefüllte Zuschauerraum, der sich bis auf die ebenfalls gut besetzte Balustrade emporstreckte, zeugte nicht nur von der großen Fangemeinde, die sich die „Wandervögel“ mit ihren Auftritten im Schloss erspielt haben. Sie überzeugten auch mit einer hervorragenden orchestralen Ausarbeitung des gesamten Musikprogramms.

Das schlug einen weit gefassten Bogen von den „Donauwellen“ über „Marionetten“, der berühmten Musik von „The Godfather“ bis zu Mambo, Béguine und Vals créole der „Suite Latina“. Vorsitzender Ludwig Dohmen freute sich zuvor noch, wie selbstverständlich ein Teil des Übach-Palenberger Kulturprogramms geworden zu sein.

Mit den Anmerkungen von Hermann-Josef Dahlmanns, der gekonnt und mit kleinen Pointen durch das anspruchsvolle Programm von Zupfmusik führte, wurde der Genuss perfekt. Und so donnerte nicht erst nach dem letzten Ton des überaus engagiert gespielten „Funiculi, funicula“ der Applaus durch das Schloss.

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