Übach-Palenberg - Bio-Leistungskurs untersucht Wasserqualität der Wurm

Bio-Leistungskurs untersucht Wasserqualität der Wurm

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Wird die Wasserqualität der Wurm weiter überprüfen: Der Biologie-Leistungskurs des Carolus-Magnus-Gymnasiums.
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An den roten Spitzen der Scheren hat Nico Niemeyer erkannt, dass es sich bei dem Fund um einen amerikanischen Flusskrebs handeln muss. Die weiteren Recherchen des Leistungskurses bestätigten diesen Verdacht.

Übach-Palenberg. Schüler des Biologie-Leistungskurses des Carolus-Magnus-Gymnasiums haben während der alljährlichen Exkursion zur Wurm eine überraschende Entdeckung gemacht.

Während einige Schüler die Wasserqualität an verschiedenen Abschnitten der Wurm in Übach-Palenberg durch physikalische und chemische Parameter überprüften, sammelten andere Gruppen wirbellose Wassertiere, die der biologischen Gewässergütebestimmung dienen. Je nach gefundener Tierart und deren Häufigkeit lässt sich der sogenannte Saprobienindex ermitteln.

Beim Absuchen der Steine am Uferbereich entdeckten die Schüler erstmalig einen Flusskrebs. Nach anfänglicher Freude machte sich jedoch gleich Skepsis breit. „Das ist kein heimischer Flusskrebs“, erkannte Nico Niemeyer sogleich, der sich als Hobby-Angler auskennt. „An den rötlichen Spitzen der Scheren erkennt man eindeutig den amerikanischen Flusskrebs.“ An diesem Tag blieb es nicht bei dem Einzelfund. Auch weitere Schüler entdeckten an verschiedenen Stellen in der Wurm den Kamberkrebs, einmal in einem Abschnitt mit langsam fließendem Wasser und zum anderen in einem Abschnitt mit höherer Fließgeschwindigkeit. In diesem Abschnitt war die Uferbefestigung allerdings aus Steinen, der Kamberkrebs versteckt sich dort in den Spalten zwischen den Steinen.

Ertragreicher Ersatz?

Die Schüler des Leistungskurses wissen, dass der Kamberkrebs (Orconectes limosus) ursprünglich im Osten der USA beheimatet ist. 1890 brachte der Fischer Max von dem Borne einige Exemplare nach Europa und setzte diese in der Oder aus. Seine Intention war, den Kamberkrebs für die Fischerei als ertragreichen Ersatz für den heimischen Edelkrebs anzusiedeln. Die Folge war allerdings, dass sich der Kamberkrebs aufgrund seiner geringen Ansprüche an seinen Lebensraum sehr schnell verbreitete. Der europäische Edelkrebs wurde mehr und mehr verdrängt.

Eine weitere Begründung für das geringere Vorkommen des europäischen Edelkrebses liegt darin, dass der Kamberkrebs Überträger der Krebspest, er selbst aber immun dagegen ist. Was dieses Ergebnis für die ökologische Güteklasse der Wurm bedeutet, wollen die Schülerinnen und Schüler der Q2 noch vor dem Abitur durch eine erneute Exkursion im Frühjahr überprüfen.

„Seit Jahren erforschen wir mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln die Wasserqualität des Fließgewässers Wurm. Bisher konnten wir immer eine recht gute Qualität ermitteln. Stellenweise sind in diesem Jahr vor allem die Werte von Ammonium und Phosphat leicht erhöht, was sich durch Düngemittel und Abwässer an bestimmten Abschnitten begründen lässt“, resümieren Laura Gruchow und Julia Wetzler stellvertretend für ihre Gruppen. „Die Bebauung des eigentlichen Aubereichs hinter den Geschäftsgebäuden in Marienberg trägt sicherlich nicht zur im Rahmen der Renaturierung angestrebten Verbesserung der ökologischen Faktoren rund um die Wurm bei“, merkt Isabel Pomareda kritisch an. „In den bereits renaturierten Bereichen zeigten sich deutlich niedrigere Messwerte, so dass die Wurm insgesamt von unserem Leistungskurs in die Gewässergüte 2 eingestuft wurde.“

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