Bierfassrollen des Junggesellenvereins in Beeck geht in die Arme

Von: Markus Bienwald
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Sie waren beim traditionellen Bierfassrollen in Beeck gleich zu Beginn mit dabei (v.l.): Der Vorsitzende des Junggesellenvereins, Marc Hellenbrand, Marc Odinius, Achim Frissen, Gerrit Hellenbrand, Jens Köhler, Daniel Bräuer und Carl Hensen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen-Beeck. Drei Tage Kirmes können ganz schön Spuren hinterlassen, zumindest in Sachen körperlicher Fitness. Dass die Restfitness hier ganz entscheidend sein kann, wissen die Damen und Herren vom Junggesellenverein Beeck, dieses Jahr mit einer Maikönigin gesegnet, schon seit mehr als einem halben Jahrhundert.

Denn nicht nur beim Maibaumsetzen hilft eine brauchbare Kondition, auch bei der lange gehegten Tradition des Bierfassrollens müssen Körper und Geist im Einklang wirken, um nach dem Kirmeswochenende Leistung zu bringen.

Bei manchem Teilnehmer am Rollevent mitten im Ort waren da doch leichte Zweifel angebracht, was natürlich in erster Linie auf mangelnden Schlaf zurückzuführen war. „Alles kein Problem“, meinte der Vorsitzende Marc Hellenbrand lachend.

Gemeinsam mit Marc Odinius, Achim Frissen, Gerrit Hellenbrand, Jens Köhler, Daniel Bräuer, René Schmitz, Tobias Krämer und Carl Hensen schritt er am Mittag nach dem Festzug zur Startlinie. Praktischerweise lag die auf Höhe der Dorfkneipe Andrés alte Schmiede, so dass hier für Getränkenachschub, aber auch die nötigen Spielgeräte gesorgt war. „Wir nehmen natürlich die aktuellen 50-Liter-Fässer“, so Marc Hellenbrand am Rande des bejubelten Rennens.

Übrigens war die Kleiderordnung – bei offiziellen Terminen hüllen sich die Junggesellen sonst immer in schicke Anzüge – aufgehoben, jeder kam in möglichst bequemer, teils sportlicher Kleidung. Und da leere Fässer wegen der Aluminiumbauweise zu viel Krach machen, gibt es volle Fässer. Das Bier ist vorher sorgsam getrunken worden, stattdessen machen sich beim Event 50 Liter Wasser im Bauch der silbrig glänzenden Behältnisse breit. „Das sind dann mal schnell über 60 Kilo“, weiß Marc Hellenbrand, der wie die anderen schon den einen oder anderen Lauf mit dem Fass durchs Dorf erlebt hat.

Taktisches Vorgehen ist beim Fassrollen ohnehin von Vorteil, denn die Strecke ist nicht eben. 800 Meter gilt es zu bewältigen, da werden die Arme schonmal lang und man bereut die letzte Zigarette. „Wir gehen sozusagen um die vier Ecken im Dorfzentrum“, erzählt Marc Hellenbrand und malt mit der rechten Hand ein gedachtes Viereck in die Luft, das von der Professor-Schröder-Straße über „Am Mühlenhof“ und Thelensgracht bis „Am Weiher“ reicht.

Ob das trockene Wetter von Vorteil ist, will keiner der Teilnehmer von vorneherein bejahen, schließlich ist die Restfitness der eine, die eigene Renntaktik aber der andere Teil des Erfolgsgeheimnisses. „Hier hat jeder seine eigene Technik“, verrät der Vereinsvorsitzende noch, bevor es endgültig an den Start geht.

Dass am Ende Tobias Krämer als Erster durchs Ziel ging, und er dabei die Traumzeit von unter sechs Minuten – genau 5:59 Minuten waren, handgestoppt – erreichte, lag vielleicht auch daran, dass er zum offiziellen Startschuss noch nicht anwesend war. Beifall gab es für diesen Sieg allemal, auch von der Siegerin der Damen-Konkurrenz, Clara Hensen, und dem Sieger der Offenen Klasse, René Schmitz.

Ob sich jetzt aber jemand für das nächste Jahr fest vornimmt, fitter zu sein, um beim Bierfassrollen am Ende ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, lässt sich natürlich noch nicht mit Sicherheit vorhersagen.

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