Übach-Palenberg - Beyelsfeld: Nach Karneval ist Baubeginn

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Beyelsfeld: Nach Karneval ist Baubeginn

Von: Jan Mönch
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Ein endgültiger Entwurf ist dies noch nicht, aber so könnten die Eigentumswohnungen in der Mitte des Baugebiets Beyelsfeld aussehen. Wie hingegen die umliegenden Einfamilienhäuser und Doppelhaushälften gestaltet werden, obliegt dem Gusto der zukünftigen Grundstückseigentümer. Der Betrachter blickt von Süden her auf die Gebäude, die Connealle liegt also hinter den Eigentumswohnungen und der Sportplatz linker Hand.Entwurf:

Übach-Palenberg. Es ist ein ziemlich großes Projekt, am besten lässt sich das vielleicht daran illustrieren, dass sich gleich zwei der größten Bauunternehmen des Kreises Heinsberg zusammengeschlossen haben, um den Tiefbau in Angriff zu nehmen. Kürzlich bekamen die Baugruppen Willy Dohmen aus Übach-Palenberg und Schlun aus Gangelt den Zuschlag für das Beyelsfeld.

Die beiden Unternehmen haben hierzu eine Arbeitsgemeinschaft gegründet, die jeweiligen Kolonnen sollen zeitgleich nebeneinander agieren. Am 11. Februar, dem Tag nach Aschermittwoch, soll es losgehen, sagt Willi Pfennigs, Geschäftsführer des Investors S-Bauland. Die Stadt erhält von der S-Bauland die Infrastruktur mit Straßen, Versorgungsleitungen und Glasfasernetz, der S-Bauland wird im Gegenzug die Vermarktung überlassen. In groben Zügen sieht so der Deal aus.

Neben 93 Hauseinheiten und einem Wohnkomplex mit Eigentumswohnungen steht auch ein 15 Meter breiter und bis zu 4,50 Meter hoher Lärmschutzwall am westlichen Ende des Gebiets auf der To-do-Liste. Dieser wird aus dem ausgehobenen Erdreich aufgeschüttet (was zugleich Kosten für Abtransport und Entsorgung spart) und soll die Bewohner des Beyelsfelds vor dem Lärmpegel auf dem Sportplatz schützen.

Ein Betonzaun wie in Gangelt-Birgden ist also nicht geplant. Wenn die Witterung mitspielt, sagt Willi Pfennigs, könnten schon Ende dieses Jahres die ersten Häuslebauer loslegen. „Wenn die Baustelle mal zwei Monate ausfällt, ist der Termin natürlich nicht zu halten.“ Ob nun früher oder später: Mehr als 50 Grundstücke seien bereits reserviert, so dass man sich bei der S-Bauland auch über die weitere Vermarktung wenig Gedanken macht.

Zusage aus Bonn

Ein billiger Jakob will man nicht sein, die Wertigkeit wird höher gewichtet als möglichst niedrige Preise im Bau. Dazu passt, dass die Glasfaserleitungen durch die Deutsche Telekom verlegt werden. „Die Telekom geht in die Fläche“, sagt Pfennigs. Für Übach-Palenberg mag das Beyelsfeld ein sehr großes Projekt sein, für die Telekom wäre es noch vor wenigen Jahren zu klein gewesen. Vergangene Woche gab der Bonner Telekommunikationsriese seine Zusage.

Die Quadratmeterpreise im Beyelsfeld reichen von 139 bis 164 Euro, überwiegend liegen sie bei 159 Euro. Ganz wenig ist das nicht. „Aber Maklerprovision und Ersterschließung sind inbegriffen“, sagt Willi Pfennigs. Außerdem gebe es keine zeitliche Bebauungsverpflichtung – wer also nicht direkt mit dem Bauen loslegen möchte, der muss das auch nicht.

Die Meinung der Anwohner insbesondere aus der Conneallee wird natürlich auch das nicht ändern. Sie überlegen nach wie vor, beim Oberverwaltungsgericht in Münster ein Normenkontrollverfahren in die Wege zu leiten. Pfennigs macht keinen Hehl daraus, dass er dafür wenig Verständnis hat. „Da wollen Privatleute die hoheitlichen Aufgaben der Stadt an sich ziehen, und das kann nicht sein“, sagt er. „Dabei wird auch keine Rücksicht auf die Käufer der Grundstücke genommen, die sich einen Wunsch erfüllen wollen.“

Bei einem Normenkontrollverfahren wird der Bebauungsplan von vorne bis hinten geprüft, sehr viele von ihnen sind aus Sicht der Antragsteller erfolgreich, Pfennigs weiß das. Dennoch blickt er einem möglichen Verfahren gelassen entgegen: Man habe so akkurat gearbeitet, er könne sich nicht vorstellen, dass der Bebauungsplan dem nicht standhält.

In einigen Punkten seien die Einwände allerdings nachvollziehbar gewesen, die erlaubte Höhe der an die Rückseite der Conneallee angrenzenden Gebäude etwa sei deshalb gesenkt worden. „Einige der bestehenden Häuser in der Conneallee sind deutlich höher“, so Pfennigs.

Ausweichbuchten für Lkw

Und dann ist da natürlich der Bauverkehr, von dem die Anwohner so weit wie möglich verschont bleiben sollen: Der erste Schritt, der im Rahmen der Tiefbauarbeiten unternommen wird, ist die Schaffung von Ausweichbuchten, die benötigt werden, damit die Lkw aneinander vorbeikommen. „Ein Kostenfaktor von 20.000 bis 30.000 Euro“, sagt Willi Pfennigs, schließlich müsse das Ganze ja auch wieder zurückgebaut werden.

Um die Conneallee vom Schwerlastverkehr zu verschonen, wird also zunächst frischer Asphalt geschaffen. Zusätzliche Ausschilderung wird dazu beitragen, dass die Brummifahrer diesen auch finden und sich nicht von ihren Navigationsgeräten doch durch die Conneallee lotsen lassen. Hoffentlich klappt‘s.

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