Beyelsfeld: Die Nähe der „alten Römer“ wird spürbar

Von: mh
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Blick von der Lage der historischen „Via Belgica“ in Richtung Conneallee. Hier wird das Baugebiet Beyelsfeld entstehen, jetzt aber nach einem reduzierten Plan. Die 32 Mehrfamilienhäuser sollen sich um einen „grünen Ortskern“ gruppieren. Foto: M. Hahn

Übach-Palenberg. Um einiges kleiner als noch bei der ersten Vorstellung vor rund einem Jahr hat sich im Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Sicherheit der Rahmenplan zur künftigen Wohnbaufläche Beyelsfeld erwiesen. Das Gelände liegt zwischen Conne­allee und der historischen Via Belgica.

Wie Planer Uwe Schnuis vorstellte, der im Auftrag der S-Bauland GmbH, einer Tochter der Kreissparkasse, arbeitet, liegt dies an der mangelnden Verkaufsbereitschaft einiger Grundstückseigner.

Betroffen sind die Flächen im Süden des Gebietes an der ehemaligen Römerstraße Via Belgica, die von Köln in das belgische Tongeren führte. Der Planer sieht in dem nun vergrößerten Abstand zur Via Belgica auch einen Vorteil, denn es gab eine gewisse Skepsis seitens der Denkmalpflege, weil man nicht genau weiß, in welcher Breite die alte Römerstraße verlief.

Die ursprüngliche Planung verringert sich auf etwa Zweidrittel. Entstehen sollen 93 Wohneinheiten überwiegend in Einfamilienhäusern und wenigen Doppelhäusern sowie 32 besonders für Senioren geeignete Wohnungen in Mehr­familienhäusern, die maximal drei Geschosse haben werden.

Beibehalten hat man auch im überarbeiteten Plan die strenge rasterartige Anordnung der Häuser und Grundstücke, die an eine römische Siedlung oder ein römisches Lager erinnert. Die Mehrfamilienhäuser sollen übrigens eine Art Ortsmittelpunkt mit einem begrünten Platz bilden. „Grün“ wird ohnehin eine große Rolle an den Erschließungs- und den Stichstraßen spielen. Die Haupterschließung erfolgt über eine Verlängerung der Adolfstraße, die dann nach Osten abknickt und gegenüber der Friedensstraße an der Thornstraße mündet.

Für den Baustellenverkehr sollen auch die vorhandenen Wirtschaftswege genutzt werden, die man später als Rad- und Spazierwege wieder herrichten will. Nach Westen hin, zu den dortigen Sportanlagen, soll ein Lärmschutzwall errichtet werden, außerdem müssen im nördlichen Bereich der nach Süden abfallenden Fläche Regenrückhaltebecken eingerichtet werden.

Auf Anfrage aus dem Ausschuss ging der Geschäftsführer der S-Bauland, Willi Pfennigs, auf den möglichen Zeitplan ein. Wenn der Plan bis Januar oder Februar 2015 Rechtskraft erlangt, kann bereits im Frühsommer 2015 mit dem Hochbau begonnen werden.

Die Planung stieß bei allen Fraktionen auf Zustimmung, wobei Brigitte Appelrath als Sprecherin der Grünen meinte, dass dies allerdings das letzte große Neubaugebiet für die Stadt sein müsse. „Künftig sollte man den Fokus mehr auf den innenstädtischen Bereich richten“, mahnte die Stadtverordnete.

Der Ausschuss stimmte dem neuen Rahmenplan für das Beyelsfeld ebenso einstimmig zu wie dem Vorbereitungsvertrag mit der S-Bauland GmbH.

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