Übach-Palenberg - Beyelsfeld: Breite Zustimmung für den Bebauungsplan

Beyelsfeld: Breite Zustimmung für den Bebauungsplan

Von: mh
Letzte Aktualisierung:

Übach-Palenberg. Der zurzeit aktuellste Erweiterungsplan für den Wohnungsbau in Übach-Palenberg hat eine weitere Hürde genommen: Mit großer Mehrheit sprach sich am Montagabend der Ausschuss für Bauen, Stadtentwicklung und Ordnung für den Entwurf des Bebauungsplans 114 „Beyelsfeld I“ aus, der die westliche Fläche des geplanten Baugebietes zwischen Conneallee und Via Belgica abdeckt.

Die Zustimmung war sogar fast einstimmig, die SPD-Fraktion stimmte nur in Einzelpunkten gegen den Entwurf, welche die Verkehrserschließung während der Bauzeit betrafen. SPD-Sprecher Heiner Weißborn führte dazu aus, dass man hier die Ansicht der Anwohner der Conneallee teile, welche eine Anbindung über die Friedensstraße wünschten. Ansonsten, so Weißborn, sei auch die SPD für die Gesamtplanung.

Einzelheiten zu den Neuerungen in der überarbeiteten Planung trug im Ausschuss Uwe Schnuis vom Büro „RaumPlan“ Aachen vor. Den Bedenken der Anwohner der Conneallee ist man demnach entgegengekommen, indem man im Nordwesten des Plangebietes am Rand nur noch eingeschossige Bebauung zulasse und die maximale Firsthöhe auf 8,50 Meter abgesenkt habe, um eine Beschattung der vorhandenen Häuser zu verhindern. Im Bereich des Lärmschutzwalls im Westen des Plangebietes, so Schnuis weiter, habe man die Grünfläche schmaler geplant und damit die neuen Grundstücke tiefer gemacht.

Deutliche Änderungen gibt es für das Zentrum des Baugebietes, wo zunächst eine große überbaubare Fläche geplant war. „Mit der Aufteilung in vier Einzelflächen haben wir hier die Gefahr eines großen Wohnblocks abgewendet“, sagte Uwe Schnuis. Die Bebauungshöhe in diesem Zentrum schwankt zwischen sieben und – mit sogenannten Staffelgeschossen – zehn Metern. 20 Stellplätze in einer Tiefgarage und 28 oberirdische Plätze sollen den ruhenden Verkehr aufnehmen. Der hier ursprünglich vorgesehene begrünte Platz weicht einer nach Osten verschobenen Reihe aus neun großen Bäumen, in diesem Bereich entsteht auch der Kleinkinderspielplatz.

Um diese Bäume ging es auch in der Diskussion, als Josef Fröschen (CDU) vorschlug, hier Bäume mit Früchten zu pflanzen, „damit unsere Kinder sehen, wie zum Beispiel Eicheln oder Kastanien wachsen“. Anders sahen das für diese Stelle übrigens Herbert Mlaker (FDP/USPD) und Alf-Ingo Pickartz (SPD), die eine Verkehrsgefährdung befürchteten. Josef Fröschen begrüßte für die CDU die geänderte Planung, welche die Interessen der benachbarten Anwohner und der künftigen Bewohner berücksichtige. Mit der wachsenden Industrieansiedlung brauche die Stadt auch neuen hochwertigen Wohnraum. „Da kann man nicht sagen: In Boscheln oder Scherpenseel sind Altbauten oder ein Bauernhof frei“, so Fröschen.

Für die Grünen, die wie die übrigen Fraktionen den Plan begrüßten, bedauerte Brigitte Appelrath, dass die Grünausgleichsmaßnahmen nur zu 65 Prozent im Plangebiet vorgenommen werden können und der Rest mit einer Zahlung an die Untere Landschaftsbehörde (Kreis Heinsberg) abgeglichen werden müsse. Auf ihren Einwand, „das würde doch besser hier investiert“, antwortete für die Verwaltung Heinz Waliczek mit der Feststellung, dass bei einer Einwohnerdichte von rund 950 pro Quadratkilometer auch bei künftigen Maßnahmen Ausgleichsflächen fehlen werden.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert