Bewegung am Vorabend der Berufs- und Ausbildungsmesse „Be Future!“

Von: Markus Bienwald
Letzte Aktualisierung:
6306010.jpg
Wilfried Kleinen vom Organisationsteam, Schulleiter Jürgen Pallaske, Udo Pristat und Wolfgang Peikert (Bundesagentur für Arbeit), Lehrer und Mitorganisator Robert Jansen, sowie Ex-Schüler Tim Schmitz (v.l.) berichteten am Vorabend der „Be Future!“ über Möglichkeiten und Lösungswege. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Schon am Vorabend der Berufs- und Ausbildungsmesse „Be Future!“ im Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in Geilenkirchen sorgte der neue Schulleiter Jürgen Pallaske für Bewegung. Nach seinen kurzen einführenden Worten bat er die rund 50 Anwesenden, doch ein wenig enger in der an diesem Abend ein wenig großzügig bemessenen Aula der Schule am Markt zusammenzurücken.

In Bewegung kommen sollten auch die jungen Menschen, die das Ende ihrer Schulzeit bereits absehen können.

Selbst in Gang kommen

Tim Schmitz, der in diesem Jahr in Geilenkirchen sein Abitur machte, unterstrich in seinen Wortbeiträgen, wie wichtig es ist, selbst in Gang zu kommen. „Es gibt Angebote in Hülle und Fülle, man muss nur hingehen“, sagte der junge Mann.

Sein Traum war es schon in Kindertagen, einmal Jura zu studieren, was er nun auch umgesetzt hat. Aber, so gab er eindrucksvoll zu verstehen, hat er sich die Entscheidung nicht etwa leicht gemacht und ist stur seinen Weg gegangen.

Er hat viele Tests absolviert, seinen Berufswunsch immer wieder infrage gestellt und am Ende dann doch diesen Weg eingeschlagen, weil er ihm als der richtige erschien. „Wenn man überzeugt ist von dem, was man tut, ist es kein Problem, dort zu landen, wo man hin will“, schloss Schmitz.

Wolfgang Peikert, der gemeinsam mit seinem Kollegen Udo Pristat bei der Agentur für Arbeit in Geilenkirchen für die künftige Studien- und Berufswahl als Berater zuständig ist, zeigte die beinahe unüberschaubar ausufernde Angebotspalette, mit der sich junge Menschen vor der Berufswahl konfrontiert sehen.

Zigtausend Studiengänge, viele hundert Ausbildungsberufe, 110 Universitäten und 57 Kunst- und Musikhochschulen alleine in Deutschland seien eine planerische Herausforderung, der man sich stellen müsse, so Peikert.

Dabei bewertete er es als durchaus positiv, wenn die Eltern sich aktiv am künftig einzuschlagenden Berufsweg der Kinder beteiligen.

Auseinandersetzung

Und er betonte, dass neben der Möglichkeit, einen einmal eingeschlagenen Weg doch wieder zu verlassen vor allem die Auseinandersetzung mit der Berufswahl wichtig sei.

„Denn wenn man ohne konkretes Interesse in ein Studium oder eine Ausbildung geht, kann man keine guten Leistungen bringen“, schloss er. Dass Motivation und Planbarkeit wichtige Voraussetzungen sind, unterstrich auch Udo Pristat.

Persönliche Gespräche

Er regte an, dass vor allem persönliche Gespräche vor der Wahl für einen Beruf oder ein Studium eine durchaus entscheidende Anregung für den jungen Menschen sein können.

Und dass die Wege im Berufsleben manchmal unerwartete Wendungen nehmen können, sah auch Wilfried Kleinen, der mit Robert Jansen die Organisation der inzwischen achten „Be Future!“ stemmte.

„In meinen vier Jahren Ausbildung habe ich mich nur gequält“, sagte er, „und doch habe ich nie im Beruf gearbeitet.“ Erst jetzt, nach gut 25 Dienstjahren habe er für sich entdeckt, was er tun will.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert