Übach-Palenberg - Betreutes Wohnen: Bedarf in Übach-Palenberg ist hoch

Betreutes Wohnen: Bedarf in Übach-Palenberg ist hoch

Von: mh
Letzte Aktualisierung:
symbol pflege betreutes wohnen senioren
Bei betreutem Wohnen können Senioren weiter eigenständig ihr Wohnen gestalten, werden aber bei verschiedenen Tätigkeiten unterstützt. Foto: Colourbox

Übach-Palenberg. Weniger um Beschlüsse als um ausführliche Informationen ging es nun in der Sitzung des Übach-Palenberger Ausschusses für Kultur, Bildung und Soziales. So erfuhren die Ausschussmitglieder beispielsweise Einzelheiten über das Projekt „Ambulantes betreutes Wohnen für Menschen mit Behinderung“, dass an der Straße Im Mühlenhof im Stadtteil Palenberg entsteht.

Träger ist der „Familienunterstützende Dienst (FuD) Euregio“, dessen Geschäftsführer Arnd Hansen das Vorhaben im Ausschuss vorstellte. Bis Ende des Jahres sollen auf zwei Etagen zwölf moderne und behindertengerechte Wohneinheiten entstehen, für die es zum großen Teil bereits Mieter gibt. „Menschen mit Behinderung wünschen sich oft mehr Normalität und Selbstständigkeit in ihrem Leben“, sagte Arnd Hansen. Genau dabei sollen die jeweils 32 Quadratmeter großen Wohnungen helfen.

Jede ist mit einer eigenen Nasszelle ausgestattet, so dass Rückzugsräume entstehen. Ansonsten läuft das Leben wie in einer Wohngemeinschaft ab mit Gemeinschaftsräumen wie zum Beispiel der Küche. Mit Fachpersonal und Rufbereitschaft wird bei Bedarf für eine 24-Stunden-Betreuung gesorgt. Die Finanzierung für den Betrieb der Einrichtung sei gesichert. Geld komme vom Landschaftsverband und über Förderungen – zum Beispiel von der „Aktion Mensch“.

Auf eine zehnjährige Erfolgsgeschichte blickt das „Mehrgenerationenhaus“ am Palenberger Bahnhof zurück. Dessen Leiterin Doris Linden-Mahr nutzte den Beginn des neuen – und gleichzeitig auch dritten Förderzeitraum (2017 bis 2020) – um den Ausschuss über die Arbeit zu informieren. Das Haus ist eines von 450 im Bundesgebiet und das einzige seiner Art im Kreis Heinsberg. Zu den Nutzern zählen Menschen aus dem Kreisgebiet und der Städteregion Aachen.

Wachsende Herausforderungen sieht die Leiterin vor allem in der Jugendarbeit und in der Betreuung von Menschen mit Migrations- oder Fluchthintergrund. Gerade bei Letzteren gebe es eine hohe Hemmschwelle, die Angebote zu nutzen. Hilfreich seien dabei Deutschkurse, aber auch Kochkurs- und Essensangebote. Ein „Multikultureller Tag“ am 19. März soll die Hemmschwelle abbauen.

Kinder- und Jugendarbeit

Insgesamt, so Linden-Mahr, gebe es für das laufende Jahr 96 Einzelangebote, bei denen unter anderem die Kinder- und Jugendarbeit noch mehr mit der Seniorenarbeit verknüpft werden soll. Hilfreich dabei wäre eine bauliche Veränderung, die die Bereiche näher zusammenrücken könnte.

Herzstück des Mehrgenerationenhauses bleibe der „Offene Treff“, und auch die Ferienbetreuung für Kinder und Jugendliche sei ein Schwerpunkt. Die beiden ersten Wochen der Sommerferien seien bereits „ausgebucht“. Finanziert wird das Mehrgenerationenhaus zu drei Vierteln vom Bund und zu einem Viertel von der Stadt. In einem Punkt – der baulichen Veränderung – signalisierte die Verwaltung nach dem Vortrag von Doris Linden-Mahr bereits Entgegenkommen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert