Besorgte Bürger: „Alles in Ordnung“, sagt die Polizei

Von: Jan Mönch
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Die Übach-Palenberger Polizeiwoche ist abends, nachts und an Wochenenden nicht besetzt. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Die Kreispolizei hat eine Stellungnahme zum Antrag der UWG-Fraktion auf eine stärkere Präsenz von Sicherheitskräften in Übach-Palenberg abgegeben. Diese wird Grundlage des entsprechenden Tagesordnungspunkts in der Ratssitzung kommende Woche Mittwoch sein.

Die UWG-Fraktion hatte Anfang des Jahres beantragt, dass die Stadtverwaltung beauftragt werden soll, Gespräche mit dem Kreis Heinsberg zu führen, um die Polizeipräsenz zu erhöhen. Die übrigen Ratsfraktionen hatten dem Antrag zugestimmt. Zusätzlich sammelte die UWG bislang mehr als 1000 Unterschriften von Bürgern, die das Ansinnen unterstützen.

Keine Besorgnis

Ungeachtet dessen kommt die Kreispolizei in ihrer Stellungnahme zu dem Fazit, dass es keinen Anlass für eine Erhöhung der polizeilichen Präsenz gibt. „Die Gesamtheit der Einzelbetrachtungen führt zu dem Schluss, dass keine Besorgnis bei der Entwicklung der Straftaten begründet werden kann“, heißt es. Eine Erhöhung der Polizeipräsenz müsse mit „messbaren Parametern wie Delikthäufungen und Störerkonzentrationen“ begründet werden. „Hierfür sind für Übach-Palenberg in der durchgeführten Analyse keine Anhaltspunkte gegeben.“

Vorangestellt wird eine Analyse der Entwicklung verschiedener Straftaten, die sich überwiegend nicht stark verändert hätten. Beschränkt wurde die Betrachtung auf Delikte, „bei denen jeder zum Opfer beziehungsweise Geschädigten werden kann“, da diese es seien, „die auf das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung einen großen Einfluss haben“.

Bei Delikten, deren deutlicher Anstieg sich auch statistisch belegen lässt, nämlich „einfacher Diebstahl“ sowie „schwerer Diebstahl aus Kraftfahrzeugen“, macht die Polizei die Festnahme zweier mutmaßlicher Serientäter geltend, die die Zahl der Delikte voraussichtlich wieder sinken lassen werde – eine recht spekulative Argumentation, zumal ja nicht ausgeschlossen werden kann, dass nicht neue Serientäter auftreten.

Nicht überzeugend

UWG-Fraktionsvorsitzende Corinna Weinhold macht in einer ersten kurzen Stellungnahme deutlich, dass sie die Ausführungen nicht für überzeugend hält. Auch moniert sie, dass die gesammelten Unterschriften nicht an Landrat Stephan Pusch, der auch Chef der Polizei ist, weitergeleitet worden seien.

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