Bescheid für die Ortsumgehung Vinteln in 2012

Von: agsb
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Auf den Plänen zeigt sich sch
Auf den Plänen zeigt sich schon der Verlauf der jetzt im Planfeststellungsverfahren befindlichen Umgehungsstraße der Ortslage Vinteln, die zudem eine Verbindung zur ER 56 herstellen würde. Foto: agsb

Gangelt. Die Ortsumgehung Vinteln bleibt weiterhin ein Thema. In der 13. Sitzung des Bau- und Umweltausschusses der Gemeinde Gangelt gab es aber weiter reichlich Diskussionsstoff. Vor der Ausschusssitzung im Rathaus hatten einige Ratsmitglieder einen knallroten Kopf.

Sie schäumten vor Wut, da nach Meldungen eines Radiosenders im Lauf des Tages bereits Beschlüsse der am Abend stattfinden Sitzung als beschlossen verkündet wurden. Beigeordneter Gerd Dahlmanns erläuterte dazu, er sei von einem Redakteur des Senders angerufen und um Informationen gebeten worden.

„Ich habe gesagt, er könne am Morgen nach der Sitzung anrufen, und dann lägen Fakten auf den Tisch. Ich habe lediglich mitgeteilt, dass die Verwaltung positiv zu Änderungen einer Biogasanlage sowie Erweiterung eines Legehennenstalles gegenüber steht”, sagte der Beigeordnete vor dem Ausschuss.

Karl-Heinz Mithaler, Vorsitzender der CDU-Fraktion, legte nach, dass weder ein Sender noch die Verwaltung Beschlüsse für die Gemeinde fassten, „sondern wir”.

Viel Diskussionsstoff

Zu beiden Tagesordnungspunkte gab es Diskussionsstoff, besonders im Punkt Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Nr. 2, der Biogasanlage. Diese Anlage wurde 2006 genehmigt und errichtet, um thermische Energie für die Einrichtung „Maria Hilf” zu nutzen, die erzeugte elektrische Energie wird in das öffentliche Netz eingespeist. Die elektrische Jahresleistung beträgt derzeit rund 500 Kilowatt. Nun soll die Anlage voll genutzt werden mit einer Leistung von 787 kw.

Die Verwaltung sah hier eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit der Anlage. Die maximalen Emissionen würden nicht erhöht - dies wurde den Ausschussmitgliedern mitgeteilt. Und hier sahen einige Ratsmitglieder eine Täuschung der Verwaltung. Bürgermeister Bernhard Tholen: „Wir müssen uns auf die Fachleute verlassen.”

„Es macht Sinn, die Anlage zur vollen Nutzwertung zu bringen”, war Meinung der Mehrheit im Gremium, der Beschlussvorschlag wurde angenommen. Wie auch in Sachen Erweiterung eines Legehennenstalles. Ein Landwirt betreibt seit Jahren einen Legehennenstall, möchte diesen von rund 15000 auf 39900 Tiere ausbauen. „Wir müssen trennen zwischen gewerblichem und einem bereits bestehenden landschaftlichem Betrieb aus der Gemeinde. Bisher kamen keine Klagen über den Betrieb. Die Emissionen erhöhen sich hier nicht” so Bürgermeister Bernhard Tholen.

Fragen zur Umgehung

Die Ortsumgehung Vinteln sahen einige Ausschussmitglieder als sinnvoll an, andere erkannten andere Umgehungstraßen als notwendiger. Das Planfeststellungsverfahren wird derzeit bei der Bezirksregierung betrieben, laut Kreis Heinsberg kann Mitte 2012 mit einem Beschluss gerechnet werden. Die Kostenfrage ist noch offen und gestaltet sich schwierig.

Die Ausschussmitglieder beauftragten die Verwaltung, weiter mit dem Kreis Heinsberg sich für die Realisierung der geplanten Ortsumgehung Vinteln einzusetzen.

Als Gewinn für die Gemeinde Gangelt sahen die Ausschussmitglieder die Ansiedlung eines Fertigungsbetriebs für Holzspielgeräte an, hier wurde die Nutzungsänderung des Spinnereibetriebs erteilt. Beschlossen wurde auch eine Erweiterung des Einzelhandels in der Gemeinde Selfkant. Dort ist die Errichtung eines Elektro-/Elektronikgeschäftes mit einer Nettoverkaufsfläche von 1000 Quadratmeter geplant. Im Planverband der Gemeinden Gangelt/Selfkant soll diese Verfahrensweise die Zusammenarbeit stärken, wobei aber dann in Gangelt solch ein Betrieb nicht mehr angesiedelt werden kann.

Birgden verändert sich

Birgden verändert sich stetig: So erfolgte die Erschließung der Nahversorgung in Birgden über den Kreisverkehr am kleinen Pley nahe Kirche, wo ein neues Zentrum der Versorgung entsteht.

In der Philippenkuhle soll ein Zentrum für betreutes Wohnen sowie neues Bahnhofsgebäude wachsen.
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