Berufskolleg Wirtschaft: Geschäftsführer treffen auf Nachwuchs

Von: Leandra Kubiak
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Zum „Gast des Jahres“ des Berufskollegs Wirtschaft Geilenkirchen wurden in diesem Jahr Egbert Symens (r.) und Daniel Karpfinger ernannt. Eine Besonderheit: Erstmals durften sich die Geehrten über den „BKW Oscar“ freuen. Foto: Leandra Kubiak
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Führten die Besucher durch das Programm: Josef Göbbels, Mara Thönnißen und Faye Dollase (v.l.), alle Schüler des Berufskollegs.

Geilenkirchen. Es waren zwei ganz besondere Gäste, die das Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen am Freitag im „Forum“ seines Schulgebäudes begrüßen durfte. Es waren die „Gäste des Jahres“, um genau zu sein.

Denn Egbert Symens und Daniel Karpfinger, geschäftsführende Gesellschafter der KSK Industrielackierung mit Sitz in Geilenkirchen, wurden mit der gleichnamigen Auszeichnung geehrt.

Der Preis ist nicht neu, sondern hat am Berufskolleg schon Tradition: Zum siebten Mal wurde die Auszeichnung nun verliehen. Neuerungen gab es bei der Vergabe am Freitagvormittag trotzdem einige. So wurde den Preisträgern erstmals der „BKW Oscar“ überreicht.

Ein Preis, den es kein zweites Mal gibt – er wurde speziell für die Veranstaltung „Gast des Jahres“ entworfen und hergestellt. Die Umsetzung des Preises übernahm die Caritas Jugendwerkstatt Hückelhoven-Hilfarth.

Auch neu war, dass die Besucher von drei Schülern des Berufskollegs durch das Programm geführt wurden, und sich die beteiligten Lehrer eher im Hintergrund hielten. Mara Thönnißen, Josef Göbbels und Faye Dollase aus der Oberstufe der Höheren Handelsschule, beziehungsweise vom Wirtschaftsgymnasium, waren so mutig, und stellten sich vor ihren rund 300 Mitschülern auf die Bühne, um Symens und Karpfinger auf den Zahn zu fühlen.

Als Einstieg in die Moderation knüpfte das Trio an den Preisträger des vergangenen Jahres – den Vorstandsvorsitzenden der Kreissparkasse – an und blendete spaßeshalber ein Bild selbiger ein. „Nein, Moment, in diesem Jahr geht es doch gar nicht um die ‚KSK‘“, wendete Josef Göbbels ein. „Du hast Recht“, meinte Mara Thönnißen“. „Aber die Abkürzung ‚KSK‘ passt auch in diesem Jahr!“

Bevor es soweit war, und die Ehrengäste die Bühne betreten durften, ergriff Schulleiterin Gabriele Kaspers das Wort. Sie freute sich, die beiden Willkommen heißen zu dürfen und empfand es als besondere Wertschätzung, dass die beiden nicht alleine kamen, sondern, dass auch Egbert Symens Frau, sein Sohn und eine Bekannte die Veranstaltung verfolgten.

Nachdem die beiden dann auf dem großen, grünen Sofa Platz genommen hatten, das auf der Bühne stand, stellten sie zunächst einmal ihr Unternehmen vor. KSK sei schwerpunktmäßig mit der Lackierung einzelner Fahrzeugteile beschäftigt, sie sorgten also für die Oberflächenveredelung – und das mit rund 3000 verschiedenen Lackfarben. Kunden seien beispielsweise der Autohersteller Ford und die Firma DAF, die Lkw herstellt.

Das Unternehmen besteht seit 25 Jahren und beschäftigt mehr als 400 Mitarbeiter. Auf die Frage, ob sie sich weiter vergrößern wollen, konnte Daniel Karpfinger klar sagen: „Einige Erweiterungen stehen bevor.“ Dass sie dabei immer wieder auf junge Nachwuchskräfte angewiesen sein werden, wurde ebenfalls deutlich: „Wir müssen uns weiterentwickeln. Wir brauchen frischen Wind!“

Und genau darum geht es auch bei der Veranstaltung „Gast des Jahres“: Zwischen den Berufsschülern und Unternehmen aus der Region soll eine erste Verbindung hergestellt werden. Die Schüler bekommen so einen ersten Eindruck vom Unternehmen, das Unternehmen bekommt die Chance, auf sich aufmerksam zu machen.

„Im besten Fall wirken unsere Gäste als Vorbilder auf die Jugendlichen und bewegen sie dazu, sich ihrer eigenen Ziele und Chancen bewusster zu werden“, meint Schulleiterin Kaspers. Und auch Symens sieht einen klaren Vorteil in der Teilnahme an der Veranstaltung: „Es geht auch um die Außendarstellung unseres Hauses.“ Wenn es darum gehe, junge Talente für sich zu gewinnen, gebe es schließlich Konkurrenz. Umso wichtiger sei es also, sich zu präsentieren, findet Symens.

Gute Auszubildende zu finden, sieht er durchaus als Herausforderung. „Wir liegen hier eher ländlich. Viele junge Leute gehen nach der Schule lieber in eine größere Stadt.“ Anders haben es Symens und Karpfinger gemacht: Beide kommen aus der Region und sind auch hier geblieben. Karpfinger wurde sogar – sozusagen – in den Beruf hineingeboren, denn sein Vater war Gründer der heutigen Firma KSK und er selbst spielte, wie er verriet, schon als Kind in den Hallen des Unternehmens.

Um den Schülern für die Vorbereitung auf den Beruf etwas mit auf den Weg zu geben, hat sich die Personalleiterin von KSK, Sarah Lehmann, vorab mit Mara Thönnißen getroffen und mit ihr ein Vorstellungsgespräch unter fast realen Bedingungen geführt. Das Gespräch wurde aufgezeichnet und Ausschnitte daraus wurden am Freitag gezeigt. Auf der Bühne gab Lehmann Thönnißen dann ein Feedback und konnte zum Beispiel positiv hervorheben, dass sich die Schülerin im Vorfeld mit dem Berufsbild beschäftigt hatte.

Um einen Einblick in die Ausbildung zum Industriekaufmann bei der KSK zu geben, wurden Michelle Bürsgens und Tevin Peters hinzu geholt, die ihren Schulabschluss beide am Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen gemacht haben und sich nun in der Ausbildung bei KSK befinden.

Organisiert wurde die Veranstaltung von Sozialarbeiterin Ariadna Wix, die die Auszeichnung mit ins Leben rief, und erstmalig von den Studienrätinnen Astrid Juliane Wolf und Gertrud van Monfort.

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