Benefizlauf des Carolus-Magnus-Gymnasiums: Großartiges Spendenergebnis

Von: Markus Bienwald
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SV-Lehrer Christoph Schlagenho
SV-Lehrer Christoph Schlagenhof (l.) schickte per Startschuss rund 600 Schülerinnen und Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) auf ihren Spendenlauf durch die Übacher Innenstadt. Als Rekordmarke galt aber nicht die Schnelligkeit, sondern die Ausdauer, die von vielen Sponsoren honoriert wurde. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Etwas Zeit zum Auszählen war nötig, dann stand es fest: Mit satten 16.748,55 Euro dürften die Schüler des Carolus-Magnus-Gymnasiums (CMG) einen wohl einmalig hohen Betrag bei ihrem ersten Spendenlauf erzielt haben.

Dafür schnürten nicht nur rund 600 Schüler zum Ende des Schuljahres nochmal die Sportschuhe. Auch ein paar Lehrer - vor allem die „jungen Wilden” der Umwelt-AG - traten in außergewöhnlichen Kostümen ihren Weg quer durch die Übacher Innenstadt an.

Offiziell wurde der rund vierstündige Benefizlauf durch die Carolus-Magnus-Straße über die Richard-Wagner-, Lessing- und Her­derstraße wieder zurück zum Rathausplatz wie ein Radrennen behandelt. Die Stadt Übach-Palenberg gab gleich „Grünes Licht”, als SV-Lehrer Christoph Schlagenhof mit dem Vorschlag dieser Veranstaltung an die Verwaltung herantrat. „Das war kein Problem, die Sperrungen wurden gleich genehmigt”, freut er sich, „dazu haben uns noch die fleißigen Herren vom Technischen Betrieb weitergeholfen”.

So konnte Christoph Schlagenhof persönlich die ersten Schüler in verschiedenen Gruppen auf den Weg durch Übach schicken. Natürlich stürmten sie dabei los, als gebe es schon am gleichen Tag die lang ersehnte, sechswöchige Schulpause, doch schnell nahmen die ersten von ihnen das Tempo heraus. Nicht weil Atem und Beine dies nicht hergaben, sondern weil es an diesem Tag nicht um Noten und Platzierungen, sondern um die Hilfe ging.

Dazu hatten die Schüler im Vorfeld nicht nur alle Verwandten, Bekannten und Nachbarn abgeklappert. Schließlich ging es darum, die per Stempel bewiesene Laufleistung in Runden später in Bares für die freiwillige Hilfe umzumünzen.

Wie viel Geld dafür pro gelaufenen Kilometer - der ungefähren Länge der „Übacher Runde” - gezahlt wurde, bestimmten die Sponsoren selbst. Neben dem Finden der Sponsoren klärten die Schüler noch über den zu unterstützenden guten Zweck auf. Und dabei fiel die Wahl auf die international tätige und renommierte Vereinigung „Ärzte ohne Grenzen”. Sie unterstützt die Menschen in Krisengebieten, sind derzeit zum Beispiel in dem immer noch vom schweren Erdbeben zerstörten Haiti unterwegs.

Doch die Schüler leisteten vor diesem Spendenlauf, der glücklicherweise noch von gutem Laufwetter bedacht wurde, noch mehr. So wurde der Lauf nicht nur von den Schülern des CMG initiiert, sondern wurde auch von ihnen organisiert. Dazu gehörte auch eine lange Reihe von Tischen, an denen die Lehrer per Stempel die Zahl der Runden bei jedem einzelnen Teilnehmer dokumentierten. Auch ein Versorgungsstand mit Wasser, sowie eine eigens organisierte Musikanlage für Durchsagen und zur Unterhaltung waren dabei.

„Ich denke, das ist ein positives Beispiel sozialen Engagements”, freute sich Christoph Schlagenhof. Über den erbaulichen Erlös, der voraussichtlich bei einer besonderen Veranstaltung nach den Osterferien einem Vertreter von „Ärzte ohne Grenzen” übergeben wird, freute sich der Lehrer natürlich genauso wie die Schüler und das gesamte Kollegium. „Ich habe bereits mit der Organisation telefoniert. Eine solche Summe ist wirklich außergewöhnlich”, schloss Christoph Schlagenhof, „und kommt nur sehr selten bei Schulveranstaltungen vor.”

Für medizinische Aufklärung Hilfsbedürftiger

„Ärzte ohne Grenzen” ist eine private, unabhängige Organisation. Sie ist Träger des Friedensnobelpreises und unterstützt selbstlos mit medikamentöser Versorgung und medizinischer Aufklärung hilfsbedürftige Menschen.

Derzeit ist sie auch im Einsatz zur medizinischen Versorgung in Haiti, zur psychologischen und medizinischen Unterstützung in Japan und bei der Aids-Aufklärung in afrikanischen Ländern. Mehr als 80 Prozent der Spenden fließen in die Projekte, dazu werden von den Geldern behördliche Dokumente besorgt. Etwa 15 Prozent der Summen werden für Öffentlichkeits- und Verwaltungsarbeit verwendet, was der 1971 gegründeten Organisation mit Sitz in Genf das Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (dzi) und das TÜV-Spendensiegel einbrachte.

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