Übach-Palenberg - Benefizkonzert: Abendsegen kommt aus der Märchenoper

Benefizkonzert: Abendsegen kommt aus der Märchenoper

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Theresa Rupp, Thomas Gottschalk und Anna Christina Kleinlosen (r., mit ihrem Tenorsaxophon) freuen sich über begeisterten Beifall des sehr zufriedenen Publikums nach dem Konzert in Zweibrüggen.

Übach-Palenberg. „Raum, Zeit und Klang“ war das Konzert überschrieben. Darin entführten Anna Christina Kleinlosen auf dem Saxophon, Theresa Rupp mit Gesang und Thomas Gottschalk am Klavier ein begeistertes Publikum im Schloss Zweibrüggen auf eine musikalisch außergewöhnliche Reise.

Geboten wurde ein abwechslungsreiches Programm, das mit Werken quer durch die Musikgeschichte die unterschiedlichen Geschmäcker zum Verweilen einlud und gerade aufgrund des mit der Vielfalt verbundenen Klangreichtums wohl seinesgleichen sucht.

Musikalische Gedanken

Seine festliche Eröffnung fand das anlässlich des Kulturprogramms der Stadt Übach-Palenberg veranstaltete Benefizkonzert mit der Fantaisie variée von Octave Grillaert. Saxophon und Klavier brachten die in die Fantasie eingeschriebene Vielfalt musikalischer Gedanken und Charaktere plakativ zum Ausdruck. Das Stück leitete geradezu ouvertürenhaft in das weitere Programm des Konzertabends über.

Zunächst richtete Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch in seinem Grußwort als Schirmherr besonderen Dank an die ausführenden Musiker, und das ausdrücklich auch für die Vorbereitung und Gestaltung des musikalischen Abends, dessen Erlös für die Aktion „Unsere Kinder“ bestimmt war.

Mit graziös und anmutig vorgetragenen Arien aus Wolfgang Amadeus Mozarts Don Giovanni (Arie der Zerline: Schmäle, tobe, lieber Junge) sowie Carl Maria von Webers Freischütz (Ariette des Ännchen: Kommt ein schlanker Bursch gegangen) bahnte sich die Sopranistin Theresa Rupp gleich zu Beginn des Konzertes einen Weg in die Herzen der Zuschauer. Mit Esprit und klangvoller Stimmgebung verstand sie es, den Arientexten Leben einzuhauchen, sodass man vorübergehend den Eindruck erhalten konnte, der Schlosssaal verwandle sich in eine Opernbühne.

Auch Anna Christina Kleinlosen stellte ihr musikalisches Können nach einem sehr gefühlsbetont vorgetragenen Tango des Komponisten Astor Piazolla unter Beweis: Bei der Darbietung einer barocken Sonate von Henri Eccles brillierte sie mit spieltechnischer Virtuosität, die beim Publikum bisweilen Bewunderung erzeugte und mit großem Beifall bedacht wurde.

Als Höhepunkte der ersten Spielzeit sind wohl die von den drei Musikern gemeinsam zu Gehör gebrachten Werke zu bezeichnen: The Rose von Amanda McBroom sowie Anthem aus dem Musical Chess. Von Klavier und Saxophon begleitet zog Theresa Rupp das Publikum mit ihrer lyrischen Stimme und einer ausdrucksstarken Interpretation vollends in ihren Bann. Eine durchaus beachtliche Leistung, zumal die Sopranistin als Gymnasiallehrerin für die Fächer Mathematik und Pädagogik das Musikalische ausschließlich in ihrer Freizeit pflegt.

Individuelle Klasse

Auch in der zweiten Hälfte sorgte das Trio mit John Rutters For the beauty of the earth und Think of me aus Das Phantom der Oper für einen musikalisch interessanten und kurzweiligen Abend. Herausfordern ließen sich Saxophonistin und Pianist insbesondere durch Joseph Arbans Caprice et variations sowie Johann Sebastian Bachs Sonate in g-Moll (BWV 1020).

Das harmonische Zusammenwirken der beiden Künstler sowie bis ins Detail ausgearbeitete Ausdrucksnuancen resultierten dabei in einem eindrucksvollen Klangerlebnis. Berauschende Kapriolen des Saxophons trugen dazu das ihre bei. Anna Christina Kleinlosen und Thomas Gottschalk verdanken ihre individuelle Klasse nicht zuletzt ihren musikbezogenen Studien. Sie wählten unter anderem Musik für das Lehramt an Gymnasien und sind über ihre beruflichen Verpflichtungen hinaus in der Leitung verschiedener musikalischer Ensembles engagiert.

Den Schlusspunkt eines glänzend gelungenen Konzertabends setzte der nach einigen weiteren musikalischen Programmpunkten von Theresa Rupp dargebotene Abendsegen aus Engelbert Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel. Musik und Publikum verloren sich für einen Moment ins Land der Träume. Die Zeit schien stillzustehen, bis die letzten Klänge des Flügels verstummten und die Musiker ein weiteres Mal mit dem „Brot des Künstlers“ beschenkt wurden. Ein Abend überbordender Spiel- und Singfreude ging zu Ende.

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