Beecker: Freiwillige Patenschaften für Grünflächen

Von: Markus Bienwald
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Friedhelm Schmitz und Hubert Mones sind zwei der Beecker, die für den Ort engagieren, worüber sich Ortsvorsteher Hans-Josef Benend, der Technische Beigeordnete Markus Mönter und der Leiter des Stadtbetriebes, Andreas Eickhoff, (v.l.) sehr freuen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Die Stadt möchte gerne weitere freiwillige Patenschaften mit ehrenamtlichen Helfern eingehen und hat dafür kurze Wege in die Verwaltung geschaffen. Man kennt das ja: In Zeiten leerer öffentlicher Kassen wird immer das Zauberwort vom „bürgerschaftlichen Engagement“ ausgepackt.

Dass die Kommunen ihren immer weiter wachsenden Aufgaben beim gerade im Sommer unaufhörlich wachsenden Grün an Wegen, Straßen und auf Plätzen auch wegen der akuten Personalnot nicht immer Herr werden können, haben auch Hubert Mones, Friedhelm Schmitz und Hans-Josef Benend vernommen. Letzterer als Ortsvorsteher des einstigen Golddorfes Beeck, das schon immer ein besonders idyllisches Fleckchen auf der ländlich geprägten Karte von Geilenkirchen war.

Und da auch hier sicherlich ein Teil der über 2600 städtischen öffentlichen Grünflächen vorhanden sind, die von der Baumscheibe über den zentralen Platz im Ort bis zum so genannten „Straßenbegleitgrün“ reicht, greifen sie ab sofort mit dem Segen der Stadt zu Rasenmäher, Hacke und Eimer.

„Wir betreuen hier schon die Schutzhütten der Interessengemeinschaft, kümmern uns darum, dass sie sauber sind und immer von allen gut genutzt werden können“, sagt Friedhelm Schmitz. Und während Hubert Mones mit dem Rasenmäher das satte Grün rund ums Ehrenmal im Ortskern stutzt, erzählt Schmitz vom regen Dorfleben. Da gibt es die Backfrauen, die im Backes Köstlichkeiten von Hand bereiten, da gibt es die lustige Theatertruppe, die Feuerwehr und noch so viele Menschen mehr, die das Leben in Orten wie Beeck lebenswert gestalten. „Und dann machen wir halt mit, sorgen dafür, dass unser Ort schön ist“, so Schmitz.

Dass war sicherlich schon früher so, doch nun gibt es eine offizielle Patenschaft von engagierten Bürgern, die das Grün im Zaum und ihren Ort ansehnlich halten. Für den Technischen Beigeordneten der Stadt Geilenkirchen, Markus Mönter, und den Amtsleiter des Stadtbetriebes, Andreas Eickhoff, ist das natürlich ein echter Gewinn. „Natürlich ist die Aktion freiwillig“, sagt Mönter, „aber wir legen auch Wert darauf, langfristige Patenschaften mit den Menschen in den Orten einzugehen.“ Welches Arbeitspensum auf die zuständigen Mitarbeiter beim Stadtbetrieb wartet, zeigt Andreas Eickhoff nicht nur an der Zahl der mehr als 2600 Grünflächen im Stadtgebiet auf. „Für diese Flächen stehen ein Gärtnermeister und acht Mitarbeiter zur Verfügung“, sagt er, „wenn alle da sind.“

Eine externe Firma ist im Budget der Stadt auch noch drin, um das Grün in der Stadt zum Erlebnis statt zur Last werden zu lassen, eventuell gibt es dann noch Hilfskräfte, die aber keine ausgebildeten Mitarbeiter wirklich ersetzen können.

Stadt ist froh

So gesehen kann die Stadt froh und stolz sein, wenn Menschen dann vor ihrer Haustür und in ihrem Ortsteil aktiv werden. „Und wir sind auch froh darüber“, sagt Markus Mönter weiter, der einen entsprechenden Beschluss des zuständigen Umwelt- und Bauausschusses vom 9. Juni dieses Jahres damit auch umgesetzt sieht. „Dabei ist Beeck natürlich nur ein Beispiel für den vielfältigen ehrenamtlichen Einsatz“, macht er klar. Und Mönter freut sich auch mit den Freiwilligen darüber, dass die Wege zur Verwaltung immer kurz sind. „Wenn etwas gemacht werden muss, wird einfach kurz Bescheid gesagt“, so Hans-Josef Benend. Und wenn es dann in den Zeitplan passt, dann kommt das bürgerschaftliche Engagement nicht nur dem Ort, sondern der ganzen Stadt zugute.

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