Beeck: Rückblick auf die eigene Geschichte

Von: agsb
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Historische Aufnahme – alle anwesenden Könige und Königinnen des Junggesellenverein Beeck präsentierten in einer Pause des Bilderabends zum Gruppenfoto. Foto: agsb

Geilenkirchen-Beeck. Wenn rund 200 Ortseinwohner zu einem Bilder- und Filmabend vorbeischauen, dann muss es sich schon um eine besondere Veranstaltung handeln. Und genau dazu kam es im Gemeinde-Vereinshaus Beeck. Der Junggesellenverein feierte im Mai ein sehr würdiges 50-jähriges Jubiläumsfest und präsentierte nunmehr dieses Fest sowie die Geschichte des Vereins in Bild und Film.

Marc Hellenbrand, Vorsitzender des Junggesellenvereins, hatte aus den unzähligen Fotoalben der Dorfbevölkerung historische Bilder ausgeliehen und diese dann digitalisiert. Rund 1200 Bilder von der Nachkriegszeit an bis heute wurden an dem Abend präsentiert, dabei Bilder, die zum ersten Male gezeigt wurden. So manches Bild war einzigartig, da lachte das Herz eines jedes Ortsbewohners.

Als Ehrengäste des Abends begrüßte Hellenbrand Bürgermeister Georg Schmitz, den Ehrenvorsitzenden des Junggesellenvereins, Johannes Henßen, Ortsvorsteher Hans-Josef Benend, das älteste noch lebendige Königspaar aus dem Jahre 1952, Herbert und Anneliese Hensen, sowie das aktuelle Königspaar Frank Odinius und Lena Esser.

Es war generell auch ein großes Königstreffen, denn rund 60 ehemalige Könige- und Königinnen waren anwesend und erlebten einen Abend, der sich ganz der eigenen Geschichte widmete. Neben den zahlreichen Bildern wurde auch ein Film präsentiert, ebenfalls geradezu ein Kunstwerk. Der Film wurde aufgenommen während der Mai-Kirmes zum Jubiläum und anschließend professionell zusammengeschnitten – ein beeindruckendes Werk. Wobei das Bildermaterial das ein oder andere Mal auch zum Schmunzeln einlud. Die Königinnen vergangener Jahrzehnte versanken lachend im Stuhl, die Frisuren dieser Zeit waren ja auch wirklich einzigartig. Auch die Männerwelt lachte über die damals übliche Haarpracht, die seinerzeit modernen Schnäuzer ließen so manche Lachträne kullern.

Es war ein sehr gelungener Abend, und der große Andrang zeigte einmal mehr, dass der Junggesellenverein Beeck kein Verein wie jeder andere ist – die Begeisterung in den Gesichtern aller sprach am Abend Bände. Und im Ort ist man stolz auf diesen Verein, er bringt stetig Schwung ins Dorfleben. Die jährliche Kirmes ist dementsprechend eine ganz besondere: Wenn Beeck Kirmes feiert, dann feiert der ganze Ort mit und zeigt Flagge.

Das hat vielleicht auch mit der Geschichte des Orts zu tun. Obwohl Beeck nach dem Zweiten Weltkrieg in Schutt und Asche lag, erwachte das Vereinsleben aus den Ruinen heraus zu neuem Leben. Auch ohne Dach wurde in den Saal Milde zum Tanz geladen, Beeck ließ sich nicht entmutigen. Aus diesen Tanzveranstaltungen heraus wurde das Fundament zu den Kirmesveranstaltungen gelegt und das Junggesellenbrauchtum wieder belebt.

Dieses gab es schon vor dem Zweiten Weltkrieg, die katholische Pfarre Würm zählte bis zu 70 Junggesellen. Am 1. Mai 1951 wurde erstmals eine Maischatzversteigerung durchgeführt und ein Königspaar für die Kirmes ermittelt. Otto Hensen und Gertrud Merzbach waren Beecks erstes Königspaar. Hier begann im Grunde die Vereinschronik, wobei der Junggesellenverein Beeck sich offiziell erst 1966 als Verein gründete. Zuvor war er allerdings bereits sehr aktiv gewesen, und die Maikirmes hatte im Ort bereits Kultstatus erlangt.

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