Be Future: Vom Infostand ins Praktikum?

Von: Markus Bienwald
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An verschiedenen Informationsständen präsentieren sich die 63 Aussteller den erwarteten 2000 Besuchern. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es war vor gut einem Jahr, da gab es bundesweit Probleme mit den sogenannten „Sauerkrautplatten“ an Sporthallendecken. Da brachen Initiator Wilfried Kleinen und Robert Jansen die Planungen zur Berufs- und Studienbörse Be Future! abrupt ab.

„Zwei Wochen vor dem Termin alles absagen zu müssen, war natürlich hart“, erinnert sich Kleinen, „aber die Umstände ließen nichts anderes zu.“

Diese Umstände waren die Ausrüstung der als Teil des Ausstellungsgeländes genutzten Sporthalle des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula. Um keinerlei Risiko einzugehen, sagten Kleinen und Jansen die zehnte Auflage der erfolgreichen Börse ab.

Die Decke ist nun saniert. Die Planungen für die nun wirklich zehnte Auflage der Be Future! liegen in den letzten Zügen, und das Planungsduo vermeldet einen weiteren Erfolg: „Mit 63 Ausstellern haben wir so viele wie noch nie am Start“, sagt Robert Jansen. Da wird selbst auf dem weitläufigen Schulgelände der Raum knapp, wenn am Freitag, 23. September, um 9 Uhr die offizielle Eröffnung folgt.

„Wir haben keinen Mikrometer mehr frei“, umschreibt Wilfried Kleinen die Situation. Und dabei lächelt er, denn die von ihm und vom Bischöflichen Gymnasium St. Ursula in enger Zusammenarbeit präsentierte Börse war nicht nur zu ihrem Start im Umfeld einzigartig.

„Wir sind nach wie vor die einzige große Non-Profit-Studien- und Berufsbörse der Region“, sagt Kleinen stolz. Dank der zahlreichen Unterstützer, zu denen beispielsweise unsere Zeitung als Medienpartner, der Lions Club Übach-Palenberg/Geilenkirchen, die Stadt Geilenkirchen und der Aktionskreis Geilenkirchen gehören, kann die zweitägige Veranstaltung eintrittsfrei gehalten werden. „Das ist nicht immer so“, weiß Robert Kleinen.

Auch der Zuspruch der Aussteller ist ungebrochen, so dass auf der Liste in diesem Jahr wieder zahlreiche Neuzugänge, aber auch alte Bekannte zu verzeichnen sind. Mit dabei sind beispielsweise der Discounter Aldi, die Justizvollzugsanstalt Aachen, der Rettungsdienst im Kreis Heinsberg oder auch das Kommunale Integrationszentrum des Kreises Heinsberg. „13 neue Aussteller sind dabei“, sagt Wilfried Kleinen.

Solch ein Erfolg macht natürlich stolz, denn als die Berufs- und Studieninformationsbörse 2006 das erste Mal stattfand, waren es gerade einmal 15 Aussteller und 150 Besucher. Das ist längst Geschichte: So werden wie schon im Vorjahr mehr als 2000 Gäste erwartet, und wieder wird ein „Rundum-Sorglos-Paket“ in Sachen Ausbildung und Studium für die Besucher geschnürt.

Wilfried Kleinen weiß, was die Messe für Aussteller so attraktiv macht: „Ich denke, dass es zum einen daran liegt, dass die Teilnahme kostenlos ist, Standgebühren wollen wir auch auf keinen Fall.“ Dazu kämen die guten, unkomplizierten Kontakte mit Schülern und auch Erziehungsberechtigten.

„Vor allem beim Samstagstermin kommen viele Eltern mit, was ja auch kein Wunder ist, schließlich fällt die Entscheidung über die Berufs- und Studienwahl immer früher“, ergänzt Robert Jansen.

Da sich die Messe nicht nur an die Schüler des Bischöflichen Gymnasiums St. Ursula wendet, sondern an alle weiterführenden Schulen im Kreis Heinsberg und teilweise darüber hinaus, gibt es eine gute Mischung von Angebot und Interessenten.

Messbare Erfolge stehen bei den Machern der Be Future! nicht unbedingt auf dem Zettel. „Wir wollen auch dafür sorgen, dass die Schüler immer wieder darüber nachdenken, was sie nach der Schule machen wollen“, sagt Jansen.

Eine Vermittlungsbörse ist die Messe deswegen nicht, aber sie bietet einen reichhaltigen Überblick über das, was mit den verschiedenen Schulabschlüssen alles machbar ist. „Und wir bringen an einem Ort zu einer Zeit unterschiedliche Arbeitgeber, Ausbildungs- und Studienbereiche zusammen“, sagt Kleinen.

Da gibt es dann sicherlich auch das eine oder andere Gespräch über Praktika. Wenn man die beiden Chefs der Börse am Ende fragt, ob sich der ganze Aufwand Jahr für Jahr immer wieder lohnt, bekommt man nur eine Antwort: „Auf jeden Fall.“ Auch hier ist das im Veranstaltungsnamen fest verankerte Ausrufezeichen spürbar – und das aus Sicht der Pädagogen vielleicht auch zurecht.

„Denn wenn man sieht, wie die Schüler ihre Scheu überwinden und mit den Ausstellern sprechen, ist das viel wert“, erzählt Robert Jansen. „Das zeigt den Erfolg der Ausbildungsmesse, auch wenn man ihn nicht wirklich messen kann“, findet Wilfried Kleinen.

Die Ausbildungsplattfom in der Region Aachen, Düren und Heinsberg: acubi.de

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