„Be Future!“ ist wieder ein Besuchermagnet

Von: Markus Bienwald
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Die Sparkasse warb im Gymnasium für die Ausbildung zum Bankkaufmann oder zur Bankkauffrau. Foto: Markus Bienwald
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Auch wer sich eine Zukunft als „Freund und Helfer“ vorstellen kann, erfuhr bei der „Be Future“ Näheres. Foto: Markus Bienwald
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Ein persönliches Gespräch bringt oft mehr als langes Suchen im Netz, zumal wenn die Gesprächspartner altersmäßig nicht allzu weit auseinander liegen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Wer am Freitag über die frisch eröffnete Berufs- und Studieninformationsbörse „Be Future!“ ging, der sah nicht nur viele junge Menschen, die sich orientierten oder auf der Suche waren. Beim genaueren Blick wurden auch viele Menschen sichtbar, die glücklich waren, dass es auch bei der inzwischen elften Auflage so geschäftig zuging.

So konnte bei dem wieder einmal im Bischöflichen Gymnasium St. Ursula am Markt platzierten Event ruhigen Gewissens von einem Besuchermagneten gesprochen werden.

Einer von den Glücklichen war Wilfried Kleinen, Erfinder und Cheforganisator der von unserer Zeitung als Medienpartner mitpräsentierten Börse. „Eigentlich“, so Kleinen, „finden wir ja schon zum elfeinhalbten Male statt.“ Damit meinte er die mit seinem Partner Robert Jansen vom Gymnasium fix und fertig vororganisierte Auflage vor zwei Jahren. Die scheiterte damals an einem natürlich inzwischen längst beseitigten Problem mit den sogenannten „Sauerkrautplatten“ an der Turnhallendecke.

Kurzfristige Absagen gab es in diesem Jahr aber nur für insgesamt sieben Bewerber, die sich einen Platz auf der dank Sponsorenunterstützung eintrittsfreien Veranstaltung sichern wollten. „Sonst hätten wir mit der ZAB-Messe in Aachen gleichgezogen, dort sind es 68“, so Kleinen weiter. Doch der Platz auf dem durchaus weitläufigen Schulgelände hätte das nicht hergegeben.

Aber auch so war beeindruckend, was vor Ort gezeigt wurde. Denn die Institutionen, Organisationen und Firmen, die nicht nur sich, ihre Arbeit und Ausbildungsmöglichkeiten vorstellten, sondern auch handfeste Dinge zum Mitmachen anboten, brachten Vielfalt in die Schule mit. Da gab es beispielsweise bei einem Maschinenbauunternehmen einen Satz Metallwerkzeuge, mit dem die Besucher sich vor Ort nicht nur ihr eigenes Erinnerungsstück selbst herstellen konnten, sondern auch einen lebendigen Einblick in die tägliche Arbeit eines Mitarbeiters verschaffen konnten. „Ohnehin lebt unsere Messe davon, dass hier meistens auf Augenhöhe agiert wird“, betonte Wilfried Kleinen am Rande des riesigen Besucherstroms. „Schließlich sind die Azubis, die von den Betrieben mitgebracht werden, oft nicht wirklich viel älter als die Schüler und haben so eine ganz andere Ansprache an das Publikum“, weiß auch Robert Jansen.

Dass das keine leere Worthülse war, ließ sich beim Blick auf die Messestände bestens überprüfen. Um im riesigen Angebot der Aussteller nicht den Überblick zu verlieren, war das komplette Angebot auf gleich drei Ausstellungsräume verteilt. So gab es in der Pausenhalle beispielsweise das Angebot des Arbeitsamtes, von Krankenkassen oder des Bistums selbst. Wer sich für die Arbeit beim Rettungsdienst des Kreises Heinsberg informieren wollte, konnte gleich auch mal anhand einer Puppe die nötigen Handgriffe zur Reanimation üben.

Es war ein Leichtes, sich zu informieren und dabei vielleicht sogar erste Schritte für die persönliche Zukunft zu planen. Das galt auch bei Organisationen wie Kreispolizeibehörde Heinsberg, Justiz oder Bundeswehr in der Turnhalle der Schule, die sich mit eigenen Ständen präsentieren. „Wir freuen uns immer wieder, dass wir die richtige Mischung finden können, denn eigentlich ist für alle Interessen etwas dabei“, freute sich auch Mitorganisator Robert Jansen.

Schon am Abend zuvor hatte sich Jansen auch als Moderator der Eröffnungsveranstaltung mit Diskussion über die sogenannten „MINT“-Fächer – gemeint sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – bewährt. Dort bot sich auch die Chance für den diesjährigen Schirmherrn Dr. Peter Schimitzek von der in Geilenkirchen ansässigen CSB-System AG, an die künftigen Azubis und Studenten zu appellieren: „Egal, was man heute wird, wenn man keine Ahnung von Technik hat, hat man keine Chance“, betonte er. Sein eigener Werdegang vom Metzgermeister über den promovierten Informatiker bis zum erfolgreichen Firmengründer und Chef zeichnete er dabei nach.

Und er gab den Noch-Schülern mit auf den Weg, sich auch harten Aufgaben und zehrenden Zeiten der Ausbildung und des Studiums zu stellen, um seinen Weg zu gehen. Schulleiter Jürgen Pallaske freute sich, dass den „MINT“-Fächern in diesem Jahr nicht nur die Rolle des Hauptthemas bei der „Be Future!“ zufiel, sondern auch, dass dies am Gymnasium eine wichtige Rolle spiele. Und dass sich die Messe das Ausrufezeichen hinter ihrem Titel redlich verdient hatte, spiegelten nicht nur wieder die vielen hundert Besucher wieder, die sich gerne dem riesigen Informationsangebot stellten.

„Wir haben auch in diesem Jahr wieder Neuzugänge unter den Betrieben“, freute sich Wilfried Kleinen. Denn 14 Neue unter den Etablierten zeigten, dass die unter anderem vom Lions-Club und der Stadt Geilenkirchen unterstützte „Be Future!“ wohl auch in Zukunft eine starke Marke bleiben wird. „Vielleicht können wir im nächsten Jahr ja anbauen“, meinte Kleinen noch mit einem großen Augenzwinkern. 35 Anmeldungen für die „zwölfeinhalbte“ Messe Ende September 2018 liegen jedenfalls schon vor.

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