Übach-Palenberg - Baustelle mit Potenzial und Hintergrund

Baustelle mit Potenzial und Hintergrund

Von: mabie
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Derzeit ändert sich die Ansicht der Brot- und Schokoladenfabrik am östlichen Stadtrand Übach-Palenbergs beinahe täglich: Bis ins Jahr 2016 sollen hier mehr als 600 Beschäftigte tätig sein. Foto: Markus Bienwald
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Klaus Weißborn, Herbert Fibus, Alf-Ingo Pickartz, Ralf Kouchen, SPD-NRW-Generalsekretär André Stinka, Investor Walter Pötter, MdB Norbert Spinrath sowie Landratskandidat Ralf Derichs (v.l.) beim Aufenthalt in der Brotfabrik in Holthausen. Foto: Markus Bienwald

Übach-Palenberg. Was könnte für Genossen spannender sein, als der Besuch auf einer der größten Baustellen in Nordrhein-Westfalen? Deshalb war Übach-Palenberg jetzt Zielort einer Delegation aus Düsseldorf und der Region.

Wobei der Begriff Baustelle nicht unbedingt den Kern trifft, denn auf dem riesigen Areal der sich ständig verändernden Brot- und Schokoladenfabrik an der David-Hansemann-Straße im Stadtteil Holthausen stand beim jetzigen Besuch von SPD-NRW-Generalsekretär André Stinka eher die Besichtigung der bereits fertiggestellten Produktionsstätten im Zentrum des Interesses.

Jede Menge Handwerker

Mit im Tross waren auch Landratskandidat Ralf Derichs, Bundestagsabgeordneter Norbert Spinrath und Bürgermeisterkandidat Ralf Kouchen. Und da hieß es für die SPDler aus der Stadt mit dem Bindestrich und Vertretern des Unterbezirks Heinsberg nicht nur textilen Bart- und Haarschutz und Einwegkittel überzustreifen, sondern auch ein wenig von der Geschichte des Unternehmens mitzunehmen.

Speziell dazu nahm sich Walter Pötter als einer der führenden Köpfe des Lidl-Konzerns gern die Zeit, mit den Vertretern der Volkspartei einige Stunden auf dem Werksgelände zu verbringen. 150 bis 200 Handwerker seien derzeit noch auf den Baustellen der Erweiterung der Brotwarenfabrik und des angeschlossenen Verwaltungsgebäudes unterwegs, verdeutlichte der Investor.

Rund 300 Millionen Euro seien aktuell am Standort verbaut, mehr als 360 Menschen arbeiten hier und 60 bis 70 Lastwagen täglich verlassen das Werksgelände mit fertiger Ware. „Und ich habe noch Ideen, um das Ganze kräftig aufzustocken“, unterstrich der gebürtige Marienberger Walter Pötter.

Bis zum Jahr 2016 werde die Zahl der hier Beschäftigten zwischen 600 und 650 liegen. „Das geht natürlich nur in Abschnitten“, so Pötter weiter, und kündigte an, ein eigenes Ausbildungszentrum am Standort Übach-Palenberg einzurichten. „Denn so schwer, wie es für Hoffenheim ist, Spieler von Bayern zu holen, so schwer ist es für uns Fachkräfte abzuwerben“, sagte er.

Eigene Qualifizierung

Das Schulungszentrum soll dazu beitragen, dass künftige Mitarbeiter beispielsweise mit der Ausbildung zum Mechatroniker auch die spezialisierten Maschinen in den Übach-Palenberger Fabriken bedienen könnten. Im Moment werde „nur in der Schokolade“ ausgebildet, wie Walter Pötter klarmachte, er wolle mit dem künftigen Modell am Standort Übach-Palenberg aber mehr Menschen über die Qualifizierung auch an die Stadt binden.

Warum das gerade in der ehemaligen Zechengemeinde stattfindet, dafür hatte der Manager nicht nur heimatverbundene Erklärungen.

„NRW ist der Mittelpunkt Europas“, so Pötter, „und viele Lastwagen, die Südfrüchte bringen, fahren sonst leer zurück.“ Da sei es wohl wirtschaftlich vertretbar, wenn hier produziert werde, was in ganz Europa und demnächst auch in den USA in den Regalen von Lidl liegen würde.

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