Baustelle in Gillrath: Schweigen in der WhatsApp-Gruppe

Von: sit
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Baustellen-Neuigkeiten sollen via WhatsApp kommen. Doch leider fehlen in der Gruppe die Informatioten. Foto: sit

Geilenkirchen-Gillrath. Moderne Technik erleichtert die Kommunikation. So heiß es. Und da in Sachen Kommunikation in Gillrath in den vergangenen Wochen schon so einiges schief gelaufen ist, greift man auch hier jetzt zum Wundermittel der digitalen Neuzeit: zur WhatsApp-Gruppe.

Wenn das Bürgergespräch mit Anwohnern und Geschäftsleuten, initiiert von den politischen Vertretern aus Gillrath, vor gut anderthalb Wochen auch nicht viele neue Erkenntnisse gebracht hat, zumindest ist aus ihm die WhatsApp-Gruppe entstanden, die die Geschäftsleute über anstehene Baumaßnahmen an der Ortsdurchfahrt informieren soll. Soll! Doch leider herrscht in der Gruppe momentan Stille.

Ursula Ackermann ist Podologin in Gillrath, Anwohnerin der Karl-Arnold-Straße und Mitglied in der WhatsApp-Gruppe mit dem Namen „Geschäftsleute Gillrath“. Der letzte Eintrag ist vom 4. Oktober und beschäftigt sich mit der Frage, wo die selbst entworfenen Hinweisschilder zur Erreichbarkeit der Geschäfte stehen. „Ich frage mich: Wo bleiben denn jetzt die Informationen über die Vollsperrung? Wann kommen die Benachrichtigungen, die man uns versprochen hat? Hier herrscht nichts als Schweigen.“

Sperrung nächste Woche

In Gillrath ist indes der zweite Bauabschnitt in vollem Gange. „Die Arbeiten laufen bisher ganz gut“, ist von Straßen NRW zu hören. Derzeit wird die Querungshilfe im Bereich Emondshof gepflastert. In der kommenden Woche soll der Asphalt von der Birgdener Straße aus bis zum Ortsende in Richtung Gangelt erneuert werden. Dieser Abschnitt wird dann – auch für Anlieger – für rund fünf bis sechs Tage voll gesperrt sein.

Projektleiter Markus Reul von Straßen NRW: „Bei den Asphaltarbeiten wird zunächst die alte Oberfläche abgefräst und dann ein Gewebegitter eingelegt. Im Anschluss wird aufasphaltiert, die Markierungen werden gemacht und schließlich die abschließenden Randarbeiten durchgeführt. Wenn das Wetter mitspielt, sollte alles Anfang November fertig sein.“

Würde man diese Arbeiten nur halbseitig erledigen und damit eine Zufahrt zumindest für Anlieger gewährleisten, würde sich die Baumaßnahme nur weiter in die Länge ziehen, so Reul. „Die Straße wird dann ab übernächster Woche für die Anwohner wieder befahrbar sein. Der Durchgangsverkehr ist erst nach Abschluss der Arbeiten Anfang November wieder zugelassen. Aber dann ist auch alles wieder chic.“

Die Gillrather Gewerbetreibenden müssen sich noch ein wenig gedulden, bis ihre Geschäfte wieder so laufen, wie sie es gewohnt sind. Dabei steht ihnen die schwerste Woche, nämlich die komplette Vollsperrung, ja erst noch bevor.

Infozettel im Briefkasten

Die Anwohner werden über die genauen Sperrzeiten noch „rechtzeitig“ informiert, so Markus Reul. Dies geschieht übrigens mit einem Infozettel, der in die entsprechenden Briefkästen geworfen wird.

„Bis jetzt ist noch nichts angekommen“, meint Ursula Ackermann. Aber bestimmt macht sich dann jemand die Mühe, diesen Zettel abzufotografieren und auch in die WhatsApp-Gruppe einzustellen. Die moderne Kommunikation macht es möglich.

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