Gangelt-Niederbusch - Baugewerbe erwartet harten Preiskampf

Baugewerbe erwartet harten Preiskampf

Von: hama
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Hubert, Björn und Dirk Schlun
Hubert, Björn und Dirk Schlun (v.r.) ehrten bei der Betriebsversammlung in Langbroich wieder die Jubilare des Niederbuscher Unternehmens. Foto: Karl-Heinz Hamacher

Gangelt-Niederbusch. „Unser Geschäft ist ein Personengeschäft, und der Querschnitt unserer Aufträge zeigt: Die Kunden schätzen die handelnden Personen von Schlun.

Ihr seid das, was unsere Firma ausmacht”, zog Björn Schlun, Vertreter der Geschäftsleitung der in Niederbusch ansässigen Bauunternehmung, den Hut vor der Leistung der 185 Mitarbeiter des Unternehmens. Wie in jedem Jahr traf man sich in der Langbroicher Bürgerhalle zur Betriebsversammlung.

Nach einer Bestandsaufnahme und einem Blick in die Zukunft durch Björn Schlun wurden Jubilare geehrt, bevor man zum geselligen Teil überging. Die aktuelle Lage sei insgesamt positiv. „Wir haben uns in den vergangenen zwölf Monaten in vielen Bereichen kontinuierlich verbessert.” Man sei mit einem guten Auftragspolster in das Jahr gestartet und hatte - anders als im Vorjahr - Glück mit dem Wetter. Nach der weißen Weihnacht 2010 habe man ab der dritten Januarwoche quasi durcharbeiten können.

Bis zum August, als der Regen kam. Da hatten allerdings viele aus der Schlun-Baugruppe Urlaub. Bei konstant gebliebener Mitarbeiterzahl sei die Bauleistung um rund elf Prozent und die Lohnstunden um etwa zehn Prozent gestiegen. Trotz verbesserter Gesamtkonjunktur seien die Preise im Baugewerbe nicht angezogen. Sollte, wie erwartet wird, die Konjunktur wieder einbrechen, „müssen wir uns auf einen weiteren harten Preiskampf einstellen”, so Björn Schlun.

Für dieses Jahr gibt es noch einen Auftragsbestand von 21 Millionen Euro an noch nicht verbauten Leistungen (durchschnittliches Jahresvolumen 40 Millionen Euro). Das sei auch eine solide Basis für den Start in das nächste Jahr. Professionelle, gute Arbeit und partnerschaftlicher Umgang lohne sich. „Die Kunden erinnern sich daran und wissen diese Arbeitsweise zu schätzen. Sie sind es bereits oder werden Stammkunden, die dann bei Auftragsvergaben häufig nicht nur auf den letzten Cent schauen”, so Schlun.

Als „bestes Beispiel” nannte er das Logistik-Center in Hückelhoven, wo man bereits am achten Bauabschnitt sei und in den letzten zehn Jahren 18 000 Quadratmeter Halle entstanden. Für die gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Aachen wurde ein schlüsselfertiges Wohnheim mit Tagespflege in Herzogenrath gebaut; inzwischen gibt es den Auftrag für den Bau eines weiteren Wohnheims in Würselen.

In Düsseldorf wurden hintereinander drei schlüsselfertige Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren errichtet. Ähnlich sieht es im Tiefbau aus, wo die Telekom, die Kreiswerke Grevenbroich und NEW Energie zu den wichtigen Auftraggebern zählen. Drei Standbeine hat inzwischen die Schlun-Umwelt. Zum einen ist das die Kiesgewinnung, die Entsorgung und Aufbereitung von Böden. Mit dem Kauf von zwölf Hektar Land in Laffeld mit einer bestehenden Abgrabungsgenehmigung sei das Kiesvolumen für lange Zeit gesichert.

Das zweite Standbein sind Erdarbeiten und Abbrüche. Das geht vom Aushub einer Tiefgarage in Aachen bis zum Ausschachten für Privatbauten. „Eine besondere Herausforderung in diesem Bereich ist der Abbruch der Hauptzentrale der KSK in Erkelenz.” Das dritte Standbein sei der Abfallumschlagplatz in Siersdorf, wo nach der Zertifizierung zum Entsorgungsfachbetrieb die Entwicklung zufriedenstellend sei.

Im Spezialtiefbau hat es einen Großauftrag an der A1, Autobahnkreuz Köln-West, gegeben: „Wieder von einem bestehenden Kunden!” Da die Arbeiten für die 100.000 Quadratmeter Spundwandverbau gut verlaufen, hat es hier einen weiteren Auftrag gegeben. Diese positive Entwicklung sei aber auch absolut notwendig, so Björn Schlun. „Die Bauwirtschaft hat eine lange Durststrecke durchwandert, und auch wir sind davon nicht verschont geblieben. Wenn die Kieler Wirtschaftsforscher Recht behalten, stehen wir bald wieder vor den alten Problemen: zu wenige Bauaufträge und ein erbitterter Preiskampf!” Deshalb gelte es, für die Zukunft zu sorgen. Zusammen mit seinem Bruder Dirk und dem Vater und Seniorchef Hubert Schlun wurden die Jubilare geehrt.


Jubilare im Blickpunkt der 185 Mitarbeiter

Geehrt wurden bei der Gelegenheit Jürgen Dohmen, Tanja Schmid, Melanie Spelthann (10 Jahre), Mathias Baum, Mario Borgans, Bernd Clemens, Bruno Hoekstra, Jürgen Kohlen, Franz-Leo Laugs (20 Jahre), Markus von Cleef, Jürgen Offermanns, Ulrich Senft (25 Jahre). In den Ruhestand verabschiedet wurde Peter Liphardt.
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