Baufahrzeuge aus Wohnlage heraushalten

Von: Georg Schmitz
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Die Erweiterung des „Flussviertels“ in Hünshoven (Bild) um 29 Baugrundstücke hat in der Politik Zustimmung gefunden. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die bauliche Erweiterung des sogenannten Flussviertels in Hünshoven stand anlässlich der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung vornan. In diesem Zusammenhang erklärten sich Bürgermeister Thomas Fiedler und auch CDU-Fraktionsvorsitzender Wilhelm-Josef Wolff als „befangen“ und nahmen nicht an der Diskussion zum Thema teil. Gründe: Verwaltungschef Fiedler wohnt im Flussviertel, und Unternehmer Wolff wollte sich vor dem Hintergrund eines möglichen Interessenkonfliktes nicht positionieren.

Zur „Änderung des Flächennutzungsplanes“ für den Geltungsbereich „Erweiterung Flussviertel“ um bis zu 29 Grundsrücke und der damit verbundenen Verabschiedung des Planentwurfs zur Offenlage des Bebauungsplan Nr. 108 warf Gabi Kals-Deußen (SPD) ein, sie habe gehört, dass sich auf dem zu bebauenden Gebiet eine römische Grabstätte befinden soll. „Es gibt frühere Funde, die auf eine römische Siedlung hindeuten“, bestätigte Alex Jansen vom Stadtentwicklungs- und Umweltamt. Dem Hinweis werde aber nachgegangen.

Auf Anfrage erklärte Technischer Beigeordneter Markus Mönter, dass der Schwerlastverkehr während der Bauphase nicht durch das bestehende Wohngebiet, sondern über den Pater-Briers-Weg gelenkt werde. Eventuell durch entsprechende bautechnische Maßnahmen.

„Ich bin der Ansicht, dass sich das nicht verhindern lässt“, meldete sich Grünen-Sprecher Jürgen Benden mit Bedenken zu Wort, dass ein solcher Plan nicht funktioniere. Die Lastwagen würden sich – vom Navigationssystem geführt – ihren Weg durch das Wohnviertel suchen. „Wir zerstören hier ein Stück Land“, gab der Grünen-Fraktionsvorsitzende weiter zu bedenken.

An anderer Stelle seien Grundstücke vorhanden, die für den Bedarf besser geeignet wären. Jürgen Benden warf der Stadt vor, keine Bedarfsanalyse erstellt zu haben, ob die Notwendigkeit einer Bebauung an dieser Stelle in Hünshoven gegeben ist. „In unserer Stadt werden Baugrundstücke auf Zuruf ausgewiesen“, empörte sich der Grünen-Sprecher. Außerdem werde den Leuten noch vorgeschrieben, wie sie ihre Gärten zu gestalten haben.

Seine Fraktion, kündigte er an, werde weder der Änderung des Flächennutzungsplanes, noch der Verabschiedung des Planentwurfes zur Offenlage zustimmen. „Die Bürgerliste wird zustimmen“, avisierte andererseits Helmut Gerads für seine Fraktion. Denn: „Wir halten es für sinnvoll, dieses Baugebiet auszuweisen.“

Beigeordneter Markus Mönter informierte über die grundsätzlich vorgesehenen Ausgleichmaßnahmen für die Eingriffe in die Natur. Bei der Gartengestaltung, entgegnete er der Kritik, würden den Hausbesitzern keine Vorschriften gemacht. Lediglich der Hecken­bepflanzung werde beobachtet.

Bei zwei Nein-Stimmen der Grünen stimmten die Fraktionen der CDU, SPD, FDP und Freien Bürgerliste für die vorliegende Flächennutzungsplanänderung, die nun offenlegt wird; auch der öffentliche Planentwurf mit Beteiligung der Behörden fand mehrheitlich Zustimmung.

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