Bauchemer Vereinsheim weiterhin in der Schwebe

Von: st
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Geilenkirchen. Das Bauchemer Vereinsheim ist weiterhin in der Schwebe. Nur eines steht derzeit fest: Die Stadt Geilenkirchen wird keine Mittel aus dem Städtebau-Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen erhalten.

In den vergangenen Monaten wurde immer wieder über die Errichtung einer Bauchemer Begegnungsstätte diskutiert. Hauptsächlich scheiterte die Planung bislang an den Kosten. Ende des vergangenen Jahres hatte das nordrhein-westfälische Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr ein Städtebau-Sonderprogramm zur Integration von Flüchtlingen aufgelegt, um die Kommunen bei der Integration von Flüchtlingen zu unterstützen.

In der Februar-Ratssitzung hatte der Stadtrat beschlossen, sich mit der Errichtung einer Begegnungsstätte und eines Kulturzentrums und mit der Erweiterung der Kindertagesstätte in Bauchem im Rahmen dieses Programms um Zuschüsse zu bemühen. Das ursprünglich geplante Bauchemer Vereinsheim sollte zusätzlich Raum für die Integration von Flüchtlingen bieten. Die Investitionssumme für den Bau der Begegnungsstätte wurde mit 610.000 Euro angegeben, die Erweiterung der Kita Bauchem mit 900.000 Euro. Die Förderung hätte 80 Prozent betragen.

Wie das Ministerium mitteilt, hat sich etwa jede zweite nordrhein-westfälische Kommune beworben. Eine unabhängige Expertenjury habe die Maßnahmen ausgewählt, 147 Projekte aus 100 Städten und Gemeinden in NRW würden mit 72 Millionen Euro gefördert. Allerdings seien innerhalb weniger Wochen nach Bekanntgabe des Sonderprogramms im Ministerium von 184 Kommunen Förderanträge mit einem Volumen von insgesamt einer halben Milliarde Euro eingegangen.

Wie der Technische Beigeordnete Markus Mönter erklärte, habe die Stadt Geilenkirchen bislang offiziell noch keinen ablehnenden Bescheid erhalten. Allerdings habe das Ministerium die Namen der Städte veröffentlicht, die gefördert würden. Die Stadt Geilenkirchen fehlt auf dieser Liste. „Die Fraktionen sind darüber informiert“, versicherte Mönter. Jetzt wird die Diskussion um das Bauchemer Vereinsheim erneut entflammen. Man steht nun wieder vor der Tatsache, dass die Stadt einen Zuschuss für den Neubau in Höhe von 200.000 Euro gibt, die restliche Finanzierung aber noch unklar ist.

Mit ersten Vorschlägen melden sich jetzt die Freien Demokraten zu Wort. Geilenkirchens FDP-Chef Björn Speuser und Stadtverordneter Nils Kasper schlagen vor, eine kleinere Variante zu verfolgen und bereits bestehende Einrichtungen an der Gesamtschule zu nutzen. Durch Umbau und Anpassung der Mensa oder des alten Lehrerzimmers könne mit deutlich geringerem Aufwand Platz für Vereins- oder Kulturveranstaltungen geschaffen werden.

Gleichzeitig bedauern sie, dass ihr früherer Vorschlag, zur Finanzierung des Vereinsheims den im Lehrschwimmbecken des neuen Schwimmbades vorgesehenen Hub-Boden einzusparen, im Stadtrat keine Mehrheit gefunden habe. Mit den so gesparten 120.000 bis 150.000 Euro und den bereits bewilligten 200.000 Euro wäre das vorgeschlagene Konzept der Bauchemer Vereine umsetzbar gewesen.

Nach der Ablehnung der Förderung durch das Ministerium werde es weiterhin massive Probleme bei der Finanzierung einer Begegnungsstätte für Bauchem geben, die Wartelisten in den Kindergärten würden länger. Ein Funke Hoffnung bleibt aber noch: „Wir werden versuchen, noch einige Maßnahmen ins reguläre Städtebauprogramm aufzunehmen“, erklärte Stadtentwicklungsminister Michael Groschek.

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