Bauchemer Bürgerhaus wird 100.000 Euro günstiger

Von: st
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Auf dem ehemaligen, ohnehin schon halb weggebaggerten Beachvolleyballplatz soll das neue Bürgerhaus entstehen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Nur bei den Grünen hielt sich die Begeisterung in Grenzen, ansonsten wurden die Pläne für die Errichtung eines Bürgerhauses in Bauchem im Bauausschuss in den höchsten Tönen gelobt, zumal die neue Planung 100.000 Euro günstiger ist.

Im Mai 2014 beschloss der Rat der Stadt Geilenkirchen den Neubau des Hallenbades. In dem vorgegebenen Kostenrahmen von 7,85 Millionen Euro waren 200.000 Euro als städtischer Kostenanteil für ein Vereinsheim enthalten. Die Kostenberechnung des mit der Hallenbad-Planung beauftragten Architekturbüros Blass ergab allerdings einen Finanzierungsbedarf in Höhe von 547.000 Euro. Unterschiedliche Varianten ergaben auch später keine Kostenminderung. Die Ortsvereine fanden keinen Weg, ein Bürgerhaus nach der Planung des Büros Blass zu finanzieren.

Im Oktober fand ein Gespräch zwischen Vertretern der Bauchemer Ortsvereine und der Verwaltung statt. Die Vereine sahen sich nun in der Lage, neue Pläne für ein Bürgerhaus nördlich des zukünftigen Hallenbades zu realisieren. Dieses in Schweden gefertigte Holzhaus soll 100.000 Euro günstiger sein, als die vom Architekturbüro Blass vorgelegte Planung. Dennoch reicht der städtische Zuschuss von 200.000 Euro nicht aus. Die Vereine bitten nun um einen Zuschuss in Höhe von 280.000 Euro, der Eigenanteil der Vereine würde sich dann auf 175 000 Euro – Kreditaufnahme und Eigenleistung – belaufen.

Wie der das Holzhaus planende Geilenkirchener Architekt Eduard Mundt erläuterte, soll das neue Bürgerhaus größer als das von Blass geplante Gebäude werden. Ein zusätzlicher Gastraum mit einer Größe von 60 Quadratmetern soll den Parallelbetrieb von Bürgerhaus- und Gaststättenbereich ermöglichen.

Stephan Evertz (Grüne) begrüßte es, dass es gelungen ist, die Kosten zu senken, monierte aber, dass das Gebäude nicht in die Gesamtplanung integriert sei. Sicherlich müsse man noch über die farbliche Gestaltung und auch über den Standort diskutieren. Da kein Zeitdruck herrsche, solle man in der kommenden Ratssitzung noch nicht über die Pläne abstimmen, sondern erst Anfang nächsten Jahres.

„Rot gefällt uns gut“, scherzte SPD-Fraktionschef Christoph Grundmann und sagte weiter: „Wir dürfen die Geilenkirchener Vereine nicht alleine lassen. Wir begrüßen diese unkonventionelle Bauweise.“

Auch Manfred Schumacher (CDU) widersprach Evertz: „Ich kann nicht nachvollziehen, dass wir viel Zeit haben. Die Jugendlichen haben keine Möglichkeit sich zu treffen. Wir brechen nichts übers Knie, die Planung ist ausgereift“, sagte er. Die Planung sei mit allen Vereinen abgesprochen, jetzt müsse man die Chance nutzen. Die Bauweise habe Modellcharakter, sagte Schumacher weiter. Barbara Slupik (CDU) fügte hinzu: „Die Vereine haben keine Zeit. Sie sitzen seit eineinhalb Jahren auf der Straße, und die CDU wird sie unterstützen.“

Harald Volles (Grüne) wandte ein: „Wir machen für viele Projekte Ausschreibungen.“ Weiter ging die Diskussion am Mittwochabend im Haupt- und Finanzausschuss. Alle Fraktionen hatten noch Fragen zur Finanzierung, die mit den Vereinen geklärt werden sollen. Die Pläne wurden daraufhin bis zur ersten Sitzungsperiode im neuen Jahr zurückgestellt.

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