Bauarbeiten für neue Mensa sollen dieses Jahr beginnen

Von: Carl R. Dawin
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Die Gesamtschule Gangelt-Selfkant wächst: Mit dem Bau einer neuen Mensa soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Foto: Markus Bienwald

Gangelt. Die Gesamtschule Gangelt-Selfkant wächst – sowohl von der Schülerzahl als auch vom Raum-Angebot her. Alles nach Plan. Jetzt wird am Gangelter Hauptschulgebäude eine neue Mensa entstehen. Das beschloss der Rat der Gemeinde einstimmig.

Die Gesamtschule hat bekanntlich mit Beginn des Schuljahres 2015/16 ihren Betrieb auch in Gangelt aufgenommen.

Die Jahrgangsstufe 8 wird derzeit in Räumen der Realschule, die ausläuft, unterrichtet. Die Mittagsverpflegung wird bei den Gangelter Einrichtungen bezogen und von Mitarbeiterinnen des Real-, Gesamt- und Hauptschulzweckverbandes ausgeteilt. Zum Schuljahr 2016/17 kommt der nächste Jahrgang nach Gangelt.

Die Gesamtschule übernimmt das heutige Hauptschulgebäude, das als „Haus der Jugendlichen“ den Jahrgangsstufen 8 bis 10 dienen soll. Deshalb wird der Bau einer Mensa erforderlich, sie soll später ebenfalls die Oberstufe, die in den Räumen der Realschule untergebracht wird, mit Mittagessen verpflegen. Um die Mensa bis zum kommenden Schuljahr betriebsfertig errichten zu können, muss noch in diesem Jahr mit dem Rohbau des Gebäudes begonnen werden.

Die Herstellungskosten für den Trakt werden bei 800 000 Euro liegen. Die neue Mensa soll im Eigentum der Gemeinde Gangelt stehen und vom Zweckverband angemietet werden; so sind auch die Besitzverhältnisse bezüglich der Mensa am Standort Höngen vereinbart, dort ist die Gemeinde Selfkant Eigentümer und Vermieter. Ein entsprechender Bauantrag wurde bereits vom Zweckverband gestellt.

Die Zeit drängt. Der Verband ist deshalb, so teilt die Verwaltung mit, auch bereit, mit dem Bau der Mensa zu beginnen, da der Gangelter Haushalt 2015 keine entsprechenden Mittel vorsieht. Das Prozedere einer gemeindlichen Nachtragssatzung würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen, schließlich sollen noch in diesem Jahr die ersten Baufortschritte erkennbar sein. Daher wird dem Zweckverband, laut Ratsbeschluss, gestattet, auf dem gemeindlichen Hauptschulgrundstück mit dem Bau loszulegen. Gleichzeitig wird Bürgermeister Bernhard Tholen ermächtigt, nach Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel im Haushalt 2016 dem Zweckverband die bis dahin geleisteten Herstellungskosten zu erstatten und damit das Eigentum zu übernehmen.

Eine anderes Thema im Rat: Zuerst sah es nicht so aus, als würden sich die Freien Wähler mit ihrem Antrag durchsetzen können. Der Antrag hatte zum Inhalt: Der Rat möge eine Resolution gegen den Pannenmeiler im belgischen Tihange auf den Weg bringen – Adressat sollen die Regierungen in Bund und Land sowie in Brüssel sein. Der Appell müsse lauten, das nur 90 Kilometer entfernte Atomkraftwerk, das mit seinen Störfällen und Problemen Angst und Sorge bereite, endlich vom Netz zu nehmen. Karl-Heinz Milthaler, CDU, erklärte, dass man die Gemeindeverwaltung mit der Ausarbeitung, Verschriftung und Weiterleitung der Resolution nicht zusätzlich behelligen dürfe. Diese habe andere Aufgaben.

Die CDU sei ganz klar auch gegen Tihange, aber der Rat sei das falsche Gremium für diese Resolution. Vielmehr müsse man in dieser Angelegenheit den Kontakt zu den Abgeordneten suchen, damit diese bei der Regierung in Berlin und Düsseldorf ihren Einfluss geltend machen. Milthaler bemühte die jüngste Wortschöpfung der FDP-Kreistagsfraktion, die eine ausufernde „Resolutionitis“ beklagt hatte. Zu viele Resolutionen würden abstumpfen.

SPD, UB und Grün-Liberale indes schlossen sich dem Antrag der FW an, weil sie der Meinung waren, auf jeden Fall ein Zeichen gegen die atomare Gefahr setzen zu müssen. Hans Günter Heinen und Helga Heinen, Freie Wähler, warben hartnäckig für ihren Antrag auch bei der CDU-Mehrheitsfraktion, in deren Reihen es auch Sympathie für den FW-Antrag gab. Schließlich rückte die CDU-Fraktion von ihrer Ablehnung ab, und am Ende stand ein einvernehmliches Ergebnis: Die Verwaltung formuliert ein Schreiben an die Bundesregierung, mit der Bitte, sich für die Abschaltung des Pannenmeilers Tihange einzusetzen.

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