Bau- und Umweltausschuss diskutiert Hastenrather Straße

Von: Jan Mönch
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Zankapfel Hastenrather Straße: Gleich drei Anträge wurden im Vorfeld der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses eingereicht. Foto: Jan Mönch

Gangelt. Am Dienstagabend wird der Gangelter Bau- und Umweltausschuss sich mit dem Thema Hastenrather Straße auseinandersetzen. Hierzu wurden gleich drei Anträge gestellt. Während Helga Heinen und Josef Backhaus die einspurige Öffnung in Richtung Hastenrath befürworten, will die UB-Gangelt sogar die Öffnung in beide Richtungen erreichen.

Die CDU indes hat beantragt, dass das Thema erst nach Fertigstellung der neuen Bundesstraße 56 wieder in Angriff genommen wird.

Dass der Ausschuss sich nicht für die letztgenannte Variante entscheidet, darf aufgrund der Mehrheitsverhältnisse als allenfalls theoretische Möglichkeit betrachtet werden. Im Vorfeld der Sitzung signalisiert auch Rainer Mansel, Fraktionsvorsitzender der SPD, den Vorschlag der CDU für vernünftig zu halten. Der UB-Vorschlag einer Öffnung in beide Richtungen sei „Unfug“, da die Einmündung auf die Sittarder Straße viel zu gefährlich sei. Eine nur einspurige Öffnung, bei der Richtung Kreisstraße eine abknickende Vorfahrt eingerichtet würde, sei zwar praktikabel. Jedoch würden hierdurch Kosten für die Gemeinde entstehen, die der Mehrwert nicht rechtfertige. Auch Mansel spricht sich dementsprechend dafür aus, die Fertigstellung der Ortsumgehung abzuwarten.

Bei der UB-Fraktion hat für Verwirrung gesorgt, dass die Gemeinde Gangelt sich für das Thema nicht zuständig fühlt, und stattdessen auf den Kreis verweist. Ein Antrag auf einspurige Öffnung der Hastenrather Straße, den die UB bereits 2012 gestellt hatte, war nämlich vom Bau- und Umweltausschuss (mit Verweis auf eine ablehnende Einschätzung des Straßenverkehrsamts) selbst abgelehnt worden. Beisitzer Gerd Dahlmanns begründet dies mit der unterschiedlichen Formulierung. 2012 endete der Antrag der UB mit dem Satz: „Wir fordern Rat und Gemeinde zu einer [...] Neubetrachtung der Problematik auf, bei der die Vorteile für die Allgemeinheit Basis einer Entscheidung sein müssen.“

Daher habe man den Antrag seinerzeit als „Antrag auf Beratung in den politischen Gremien der Gemeinde verstanden, eine gemeindliche Position zur Verkehrsregelung zu beschließen“. Anders sei die Sachlage bei dem aktuellen Antrag, in dem ganz konkret die Aufhebung der Sperrung gefordert wird. Deshalb, so Dahlmanns, sei die Weitergabe an die Anordnungsbehörde erfolgt. Die Sitzung am Dienstag diene der Möglichkeit, eine „erneute politische Diskussion zur Bestimmung der gemeindlichen Position“ zu führen.

Gerhard Löder von der UB-Fraktion macht seinem Ärger über die Angelegenheit mit scharfen Worten Luft: „Das Gezerre, Geplänkel, Geschiebe und Verschleiern kommt mir vor wie die Strippenzieherei und die Seilschaften in der DDR.“ Bürgermeister Tholen und die CDU verhielten sich „wie kleine Kinder im Sandkasten, denen man das Förmchen weggenommen hat, und der Kreis macht dieses Sandkastenspielchen mit“.

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