Geilenkirchen - Basis für 25 Elektroautos wird täglich in Geilenkirchen gelegt

Basis für 25 Elektroautos wird täglich in Geilenkirchen gelegt

Von: Udo Stüßer
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Erstklassige Musik, ein ausgezeichnetes Catering und jede Menge Informationen gab es beim Bürgerempfang. Foto: Markus Bienwald
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Eine illustre Talkrunde: Karl-Heinz Esser, Ulrich Berners, Thorsten Pracht, Georg Schmitz und Prof. Dr. Kampker. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. 2200 Elektrofahrzeuge sind im Dienst der Post unterwegs. 3,5 Millionen Kilometer hat die Flotte bereits auf Deutschlands Straßen zurückgelegt. Diese Erfolgsgeschichte erzählte Professor Dr. Achim Kampker, Gründer des Lehrstuhls für Elektromobilproduktion der RWTH Aachen und Mitgründer der StreetScooter GmbH, den rund 280 Gästen beim ersten Neujahrsempfang der Stadt Geilenkirchen in der Realschule.

Warum aber berichtete der weltweit bekannte Maschinenbauer den Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Vereinswelt, Militär, Schulen und anderen Institutionen des öffentlichen Lebens in Geilenkirchen von seiner Idee, in kurzer Zeit ein bezahlbares Elektroauto auf die Straße zu bringen? Weil er in Geilenkirchen einen Partner gefunden hat, der mit ihm „nicht mit Wahnsinn, sondern mit Mut die Dinge vorangetrieben hat“.

Der Mann, der ihm geholfen hat, die Postzustellfahrzeuge in Serie anzufertigen, ist Dipl.-Ing. Ulrich Berners, Geschäftsführer der Laser Bearbeitungs- und Beratungszentrum NRW GmbH mit Sitz in der Gutenbergstraße. Hier, im Gewerbegebiet Niederheid, wird die Karosserie des Streetscooters angefertigt, zusammengebaut wird das Auto dann auf dem Gelände der Waggonfabrik Talbot in Aachen. Für 25 Fahrzeuge pro Tag wird der Grundstein in Geilenkirchen gelegt.

Das Unternehmen, das zu den größten Anbietern für Lasertechnik in der industriellen Materialbearbeitung zählt, wird weiter expandieren. Denn: „Wir brauchen in den nächsten Jahren 50.000 Fahrzeuge für die Post, denn sie will all ihre Fahrzeuge ersetzen“, erklärte Kampker. Und zuversichtlich sagte er weiter: „Das ist keine Eintagsfliege, der Bedarf ist enorm. Wir haben mittlerweile eine hohe Anzahl von Fragen außerhalb der Post.“

Für Berners und seine rund 200 Mitarbeiter stehen die Zeichen deshalb ganz klar auf Wachstum. Derweil machte Kampker den Menschen Mut: „Der Streetscooter ist nicht durch das große Geld, sondern durch Fleiß und Anpackmentalität auf die Straße gebracht worden.“ Und er sagte: „Man muss Glück haben, und man muss den Mut haben, etwas anzupacken. Wenn man eine Idee hat, gibt es meist 100 Gründe etwas nicht zu tun.“

Nicht nur ein Blick in diesen faszinierenden Bereich der Hochtechnologie wurde den Gästen geboten. Für erstklassige musikalische Untermalung sorgte das Jazzlounge Duo, und vor einem deftigen Abendbrot sorgte eine illustre Talkrunde mit Achim Kampker, Ulrich Berners, Bürgermeister Georg Schmitz und Karl-Heinz Esser, Vorsitzender des Aktionskreises Geilenkirchen, unter der kurzweiligen Moderation unseres Redakteurs Thorsten Pracht für beste Unterhaltung des Publikums.

Rewe-Markt wird umgebaut

Ein Neujahrsempfang im Februar: Da hatte Pracht schnell ein Alleinstellungsmerkmal der Stadt Geilenkirchen gefunden und sorgte damit für Heiterkeit. Auch Georg Schmitz konnte da ein Lächeln nicht verbergen. Und auch beim Blick ins neue Jahr hatte er keinen Grund, seine Fröhlichkeit zu verlieren. „Die Firmen werden weiter expandieren, die Wirtschaft wird florieren, die Innenstadt wird mit Leben gefüllt, in einem Jahr haben sich neun neue Geschäfte angesiedelt, im neuen Gewerbegebiet lässt sich eine Firma nach der anderen nieder.“

Dass auch Metzgermeister Karl-Heinz Esser in Geilenkirchen seine Karriere als erfolgreicher Geschäftsmann gestartet hat, bekannte er in der Talkrunde: „Ich wollte immer Misssionar werden. Mein Vater sagte aber, ich solle etwas Anständiges lernen. Und so wurde ich Metzger.“ Aber auch wenn er in den vergangenen Jahren ein großes Filialnetz in der ganzen Region aufgebaut hat, versichert er: „Man muss bodenständig sein, man muss wissen, wo man herkommt.“

Ein Satz von Schmitz ließ die Gäste besonders aufhorchen: „Der Bereich um den Rewe-Markt wird umgebaut und modernisiert.“

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