Geilenkirchen - Barbara Ruscher zu Gast: Ein unterhaltsamer Abend mit vielen Pointen

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Barbara Ruscher zu Gast: Ein unterhaltsamer Abend mit vielen Pointen

Von: Georg Schmitz
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Kabarettistin mit großem Unterhaltungspotenzial und stetig wechselnder Mimik: Barbara Ruscher in Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Zwei Stunden lang ging es um Fischstäbchen und andere Nahrungsmittel. Doch das restlos begeisterte Publikum in der bis auf den letzten Platz besetzten Aula der Anita-Lichtenstein-Gesamtschule hätte Barbara Ruscher noch weitere zwei Stunden zuhören können.

Schon die ersten Sprüche der seit 15 Jahren in ganz Deutschland agierenden preisgekrönten Kabarettistin ließen erkennen, dass es ein unterhaltsamer Abend wird. Die Kölnerin erfüllte alle Erwartungen mit Bravour, ja vielleicht übertraf sie diese sogar noch.

Ihre Mimik trägt ebenfalls dazu bei, die Lachmuskeln der Zuschauer zu strapazieren. Bisher waren die Gastspiele von Künstlern in Geilenkirchen etwas „männerlastig“. Mit Barbara Ruscher und ihrem aktuellen Programm „Panierfehler – ein Fischstäbchen packt aus“ hatte die Anton-Heinen-Volkshochschule in Zusammenarbeit mit der Stadt Geilenkirchen nach vielen Jahren wieder eine Frau verpflichtet.

Metalle im Haifisch

Ruscher ist Entertainerin, Sängerin und Musikerin zugleich. Sie nutzte neben einem Flügel auch weitere Instrumente zur Unterhaltung der Besucher. „Die Deutschen essen 1,8 Milliarden Fischstäbchen im Jahr“, machte Ruscher klar. Die Hälfte davon würde von Erwachsenen gegessen, und hier liege Rainer Calmund ganz vorne. Beim Hähnchen wisse man wenigstens, was drin sei: „nämlich Antibiotika“. In einem Haifisch habe man kürzlich Schwermetalle gefunden. „Weil die Surfer ihre Piercings nicht rausnehmen!“

Sie selber, so gestand sie, ernähre sich proletarisch, während beim Pavian überwiegend die vegane Nahrung überwiege. Aber: „Guck mal wie sein Hintern aussieht – immer wund.“ Vegan sei die neue Religion – und Gott ein Tofu. Aber was passiere, wenn alle Menschen Veganer seien? „Dann schmusen die Jäger mit den Tieren“, lautete ihre Antwort. Barbara Ruscher sinnierte über Seelachs, Soja und Fertiggerichte – teilweise mundgeschrotet. Mittlerweile gebe es auch Weckmänner mit Migrationshintergrund.

Besonders hatte es ihr die Eissplittertorte angetan, der sie ein eigenes Lied widmete. Kurz schwenkte die Kabarettistin vom Nahrungsmittelthema ab und machte sich Gedanken über Betreuungsgeld, Schwangerschaft und den Nutzen von Kinderreichtum. „Elterngeld ist wie Arbeitslosengeld, nur ohne Ausschlafen“, tat sie ihre Meinung kund. Kinder seien süß – wenn sie aus dem Haus sind, machte sie klar. Ruscher schaute sich Apps an und entdeckte dabei die „Liebesakt-Bewertungs-App“. Das Allround-Talent nahm kein Blatt vor den Mund und las zwischendurch auch aus ihrem neuen Buch „Fuck the Möhrchen“.

Die Menschen in der Aula waren begeistert und werden sich noch lange an den unterhaltsamen Abend mit Barbara Ruscher erinnern.

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