Balladen auf Augenhöhe: „Angels“ singen alle mit

Von: Stefan Reiners
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Konzert
Voller Körpereinsatz: Wie das Original geben Carsten Siebert und seine Band „No Regrets“ in der Rockfabrik alles. Foto: Stefan Reiners

Übach-Palenberg. Beim vorletzten Konzert des diesjährigen Winterprogramms in der Rockfabrik war niemand Geringeres als Robbie Williams angekündigt worden. Natürlich – und das war Allen klar – kam der Großmeister nicht persönlich, sondern in Form von „No Regrets“, einer ausgewiesenen Tributeband seiner Hits und Shows.

No Regrets besteht aus Carsten Siebert als „Robbie“ und einer wechselnden Formation von bis zu vierzehn Mitgliedern. Dann sind da neben Bass, Keyboard und Drums nicht nur eine Gitarre, sondern gleich drei. Und ein ganzer Backgroundchor von drei Damen, statt nur einer. Tänzerinnen fehlen dann auch nicht.

In der „Rocke“ standen insgesamt sechs Leute auf der Bühne. Aber es waren schon die Besten, die Carsten Siebert da aus Braunschweig mitgebracht hatte. Eine exquisite Sologitarre, ein fettes Keyboardarrangement und vor allem eine in allen Lagen souveräne Frauenstimme unterstützten seine jederzeit gleichzeitig professionell und trotzdem authentisch präsentierte Show. Er sprach immer wieder direkt mit dem – vornehmlich weiblichen – Publikum, setzte sich bei den Balladen auf die Boxen und sang auf Augenhöhe oder mischte sich sogar direkt unter die Fans.

Seine nicht abzusprechende Ähnlichkeit mit Robbie Williams kam ihm da natürlich zugute. Bei größer angelegten Gigs gibt es zur Vervollkommnung der Optik sogar die „echten“ Tattoos auf den Armen. Die fehlten diesmal, und auch der im zweiten Teil des Konzerts angelegte Kilt war sicherlich kein Original, aber Siebert und Konsorten lieferten wirklich alles, was in diesem eher klein gestecktem Rahmen möglich und nötig war um allen erschienenen Anhängern des britischen „Enfant terribles“ Williams einen schönen Abend zu liefern.

Eröffnet wurde erwartungsgemäß mit „Let me entertain you“. Das ging gleich gut nach vorne los und sagte klar an, was von jetzt ab geschossen war. Die Aufmerksamkeit des Publikums war No Regrets damit sicher. Das änderte sich auch nicht mehr. Obschon bis zum Schluss die von Musikern ungeliebte Lücke zwischen Bühne und Publikum nicht ganz geschlossen wurde, gingen die Fans über die gesamte Dauer des Konzerts sichtlich und hörbar mit. Sie zeigten sich textsicher und tanzten, bzw. wiegten sich im Takt. Für schiere Ekstase sind die meisten von Robbie Williams Songs halt auch nicht gemacht.

Bei „Supreme“ wogte der ganze Saal, die Arme wurden im Takt geschwenkt, bei „Hot Fudge“ gab es ein anständiges, sattes Gitarrensolo und der „Rock DJ“ stampfte wie ein Dampfhammer.

Die Zugaben wurden – natürlich – mit „Angels“ gestartet, dem einen Stück, mit dem auch ungezählte Coverbands ihre Abende beschließen. Diesen Text kennt einfach jeder, und der Song hat alles, was eine echte Hymne braucht. Zum anschließend intonierten Finale vom Beatles – Song „Hey Jude“ verließen alle Musiker nacheinander einzeln die Bühne, so dass jeder seinen persönlichen Applaus genießen konnte, bis das Schlagzeug den letzten Ton erzeugte und am Ende das Publikum für die Band zu Ende sang.

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