Bajuwarische Gemütlichkeit auf der Base

Von: Georg Schmitz
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Süddeutsche Tradition, internationales Sprachengewirr: 3000 Besucher ließen sich das eigens gebraute Erntefestbier schmecken. Foto: Georg Schmitz
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Das Awacs-Oktoberfest war eine Mordsgaudi für das schöne... Foto: Georg Schmitz
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...ebenso wie für das starke Geschlecht. Hier im Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Aus einem einst kleinen Oktober-Festchen mit wenigen hundert Besuchern, dass auch heute noch die Deutsche Unteroffizierkameradschaft (DUK) für den Nato-Verband ausrichtet, wurde wenige Jahre später eine Großveranstaltung mit vielen tausend Besuchern.

Das internationale Flair im Gefolge der Airbase ist dabei nicht zu überhören, denn ein buntes Sprachengemisch deutete bei der 32. Auflage am Wochenende wieder einmal auf die zahlreichen Nationalitäten hin, die sich das stimmungsvolle urdeutsche Traditionsfest nicht entgehen lassen wollten.

Wie immer gaben sich viele Angehörige der befreundeten Nato-Staaten, allen voran die US-Amerikaner, den Versuchungen Bayrischer Tradition hin. Viele Menschen hatten das Bier- und Schweinshaxn-Ereignis schon sehnsüchtig erwartet und bereits am Samstag platzte der Hangar II mit rund 3000 Menschen aus allen Nähten. Zuvor hatten sich die Besucher wieder einem Sicherheitscheck unterziehen müssen. Der dadurch verursachte kleine Stau vor dem Hangareingang tat der Stimmung im Innern aber keinen Abbruch, hier verbreitete ein Meer von weiß-blauen Fahnen, Girlanden und Luftballons einen Hauch bajuwarischer Gemütlichkeit: Die in Dirndl und Lederhosen erschienenen Frauen und Männer ließen den Freistaat Bayern hochleben.

Wie beliebt das Oktoberfest auf der Base ist, zeigt die Tatsache, dass viele Menschen für das Ereignis lange Anfahrten in Kauf nehmen, die schon mal mehrere hundert Kilometer betragen können. Natürlich wurden die Gäste auch in diesem Jahr von der 16-köpfigen Blaskapelle aus dem Alpenland, den „Wülfershäuser Musikanten“ mit dem Bayrischen Defiliermarsch begrüßt. Immerhin schenkte das Münchener Oktoberfest der Awacs-Festivität seinen Namen.

Die Spielregeln sind einfach: Ein paar Maß Bier zur Auflockerung sowie Grillhaxn, Leberkäse, Spießbraten, halbe Hähnchen oder bayrische Weißwurst zur Befriedigung des Magens – und schnell kommt die Kommunikation in Gang und Stimmung auf. So flossen wieder rund 10.000 Liter speziell für das Oktoberfest auf der Base gebrautes Erntefestbier der Brauerei aus Linnich-Welz die durstigen Kehlen hinab. Der mittlerweile Oktoberfest-erfahrene Kommandeur des Nato-Verbandes, US-Generalmajor Andrew M. Mueller hatte vor zwei Jahren mit zwei Schlägen den Zapfhahn ins Ziel gebracht. Diesmal übernahm Landtagsabgeordneter Bernd Krückel die Aufgabe des Fassanstichs und schaffte es, mit drei Schlägen das Bier zum Fließen zu bringen.

Dabei schauten ihm neben Mueller auch Bürgermeister Thomas Fiedler, Bundestagsabgeordneter Norbert Spinrath und der frühere Kommandeur des Awacs-Verbandes, Generalmajor Axel R. Tüttelmann, zu. Kommandeur Andrew M. Mueller hatte zu Beginn besonders die aus Afghanistan zurückgekehrten Soldaten willkommen geheißen und ihnen viel Spaß beim Oktoberfest gewünscht. Zu erwähnen bleibt sicherlich noch, dass ein Fest von derartigen Ausmaßen ein großes Personalaufgebot verlangt. Und hier wurde die DUK von insgesamt mehr als 120 Freiwilligen Helfern des Technischen Hilfswerks Übach-Palenberg, des Internationalen Karnevalsvereins Teveren und des FC Heinsberg-Lieck unterstützt.

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