Geilenkirchen - Bäume und Sträucher als Ausgleich für die Schokofabrik

Bäume und Sträucher als Ausgleich für die Schokofabrik

Von: jpm
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Geilenkirchen. Die Maschinen laufen längst, in alle Welt wird von Übach-Palenberg aus Lebensmittel geliefert, die in der Brot- und Schokoladenfabrik produziert worden sind. Zugleich soll die Fabrik helfen, ihren Standort aus dem finanziellen Morast zu ziehen: Die Brot- und Schokofabrik steht wie kein anderer Player für den wirtschaftlichen Aufschwung Übach-Palenbergs.

Vernachlässigt wurde dabei bislang offenbar der notwendige Grünausgleich. Diese Hypothese liegt einer Anfrage der Nabu-Ortsgruppe Geilenkirchen/Übach-Palenberg zugrunde, die an die Stadt gegangen ist und bereits auf den 6. November datiert. Die Naturschützer verweisen in ihrem Schreiben auf den Bebauungsplan 85, demzufolge gemäß Satzungsbeschluss vom 19. Juli 2007 403 Bäume und 6675 Sträucher gepflanzt werden müssten.

„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass bis auf circa 13 Hochstämme entlang der Haupterschließungsstraße bislang keinerlei Anpflanzungen stattgefunden haben. [...] Wir denken, dass diese vier Jahre nach Inbetriebnahme der Schoko-Fabrik zumindest im Bereich der bislang genutzten Industriefläche und auf den Parkplätzen längst hätten erkennbar sein müssen.“ Ganz im Gegenteil seien jedoch einige vorgesehene Flächen bereits überbaut worden, etwa mit Lkw-Stellplätzen. Und auf den Parkplätzen seien nicht nur keine Bäume zu sehen, sondern auch gar kein Platz dafür gelassen worden.

Sowohl die Stadt Übach-Palenberg als auch der Kreis Heinsberg bestätigen gegenüber unserer Zeitung, dass die Behauptungen des Nabu im Wesentlichen zutreffen. Der Kreis verweist allerdings darauf, dass ein externer Ausgleich im Bereich Herbacher Bügel, der neben dem vom Nabu angemahnten internen Ausgleich ebenfalls Teil des Bebauungsplans ist, bereits vor rund zwei Jahren geschaffen worden sei. Und die Stadt versichert, dass auch der interne Ausgleich selbstverständlich noch geleistet werde.

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