Badewannenrennen: Willkommen in den Fluten der Wurm

Von: Markus Bienwald
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Pitschnasse Teilnehmer, johlende Besuchermassen, zufriedene Veranstalter: Die Fotos vom Badewannenrennen sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich.
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Pitschnasse Teilnehmer, johlende Besuchermassen, zufriedene Veranstalter: Die Fotos vom Badewannenrennen sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich. Foto: Markus Bienwald
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Pitschnasse Teilnehmer, johlende Besuchermassen, zufriedene Veranstalter: Die Fotos vom Badewannenrennen sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich. Foto: Markus Bienwald
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Pitschnasse Teilnehmer, johlende Besuchermassen, zufriedene Veranstalter: Die Fotos vom Badewannenrennen sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich. Foto: Markus Bienwald
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Pitschnasse Teilnehmer, johlende Besuchermassen, zufriedene Veranstalter: Die Fotos vom Badewannenrennen sprechen auch in diesem Jahr wieder für sich. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Es gab da einen, der konnte von der inzwischen 16. Auflage des Badewannenrennens am Samstagnachmittag beinahe nicht genug bekommen: Günter Cüppers. Der Erfinder des Rennens, das der Karnevalsgesellschaft (KG) Würmer Wenk Jahr um Jahr tausende Gäste beschert, lächelte sich durch einen gelungenen Nachmittag.

„Ich bin zufrieden“, sagte er und regelte mit den weiteren Helfern der KG so ziemlich alles, was nötig war. Und das war zunächst einmal eine gewaltige Menge von Gästen. Angesichts des nach kurzem Regenguss herrlichen Sommerwetters wagten sich geschätzte 8000 Zuschauer auf die Spielwiesen am Wurmufer. Da wurden die Picknickdecken ausgebreitet, da wurden schon mal voller Vorfreude die ersten Wasserbomben mit echtem Wurmwasser befüllt, und es zischten die ersten Biere.

Kryptische Abkürzung

Kevin Müllstroh, Harry Schories und Simon Rick waren mit ihren Lieben schon ein paar Stunden vor dem Startschuss vor Ort. „Wir haben schon mal den Grill angeschmissen“, so Harry Schories zum Aufwärmprogramm der Gäste an diesem Sommertag. Noch etwas früher waren die Jungs vom Team „Scheufgrupa“ unterwegs.

Die etwas kryptische Abkürzung haben sie sich vor einigen Jahren einfallen lassen, als sie das erste Mal beim Wannenrennen dabei waren. „Wir haben den Namen einfach behalten“, so Christian Brudermanns. Und was machen Badewannenrennfahrer so vor dem Rennen, zur Vorbereitung? „Rasenmähen“, meint einer, die anderen lachen, und alle haben wohl schon beim Frühstück das Wochenende so richtig genossen.

Das durften auch die „Kannibalen“ rund um Jürgen Wegner sich nachsagen lassen. „Fünf von uns sind bei der Berufsfeuerwehr, wir sind gleich nach dem 24-Stunden-Dienst nach hier gefahren und haben alles eingerichtet“, sagt er. Erinnerungen an das letzte, sehr nasse Rennen im vergangenen Jahr, als die lustige Truppe sich trotz heftiger Regengüsse in lange Frauenkleider warf, um einen guten Eindruck bei den Leuten zu hinterlassen, gibt es natürlich auch noch. „Sickenass sind wir geworden“, erzählt Wegner noch, ehe die Jungs ihre Wanne zum Start tragen.

Transport- versus Surfbretter

Nass werden – das stand für alle der insgesamt 29 teilnehmenden Teams auf dem Programm. So mussten diejenigen, die sich zum ersten Mal in die in diesem Jahr doch noch recht niedrigen Wurmfluten stürzten, sich damit abfinden, dass erst kurz vor dem Zuwasserlassen die fleißigen Helfer vom Technischen Hilfswerk (THW) dabei behilflich waren, das Gefährt zu wassern. In Sachen Einfallsreichtum gab es die ganz große Palette des Wannenbaukönnens zu bestaunen: Da gab es die eher einfacher gezimmerten Modelle aus Schwimmkörper und Transportbrettern, und da gab es die ausgefeilten, auf Tempo getrimmten Konstruktionen mit integrierten Surfbrettern.

Doch eins war allen Booten, ob bunt, ob schlicht, ob alt, ob neu, gemeinsam: Sie mussten sich den Stromschnellen auf der Wurm stellen. An diesen Plätzen war nicht nur der Andrang der Besucher besonders groß. Auch der Druck auf die Standhaftigkeit der Eigenbauten war hier am höchsten. Die Stadt allerdings hatte in einer schnellen Aktion noch am Freitag die Wurmbrücken aus Sicherheitsgründen sperren lassen, ohne die Veranstalter zu informieren.

Trotzdem drängelten sich in diesem Bereich die Besucher. Wer hier nicht wusste, wie er sich aus einer wortwörtlich festgefahrenen Situation herausbugsierte, wurde schnell nasser als gewünscht. Denn nicht nur die Kapitäne feuerten mit Wasserpistolen, auch vom Wurmrand aus gab es eimerweise Duschen für die Freizeitsportler.

Platzierungen sind zweitrangig

Wer den gut einen Kilometer langen Ritt überstanden hatte, durfte sich feiern lassen, denn Zeiten und Platzierungen sind beim Badewannenrennen ohnehin höchstens zweitrangig. Was wirklich zählte, waren die Gaudi und das gute Gefühl, sich für ein paar Stunden so richtig austoben zu können.

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