Awacs-Verband mindestens bis 2025 gesichert

Von: Udo Stüßer
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Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière in einer E-3A-Maschine in Geilenkirchen. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Der Awacs-Verband wird mindestens bis zum Jahr 2025 in Geilenkirchen bestehen bleiben.“ Dies erklärte am Mittwochnachmittag Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière im Gespräch mit unserer Zeitung auf dem Geilenkirchener Nato-Flugplatz.

Auch einen Einsatz der Frühwarnflugzeuge bis 2030 oder gar 2035 schloss er nicht aus. Thomas de Maizière besuchte den E-3A-Verband im Rahmen seiner Sommerreise, machte sich einen aktuellen Eindruck von Personal, Ausrüstung und Auftrag des Nato-Verbandes und informierte sich über die Leistungsfähigkeit des Verbandes.

Begrüßt wurde er auf dem Nato-Flugplatz von Generalmajor Jochen Both, Kommandeur der gesamten Nato-Frühwarnflotte im Nato-Hauptquartier im belgischen Mons, vom Kommandeur des Awacs-Verbandes, Generalmajor Andrew. M. Mueller, und vom Dienstältesten Deutschen Offizier, Oberst Werner Nemetschek.

Nach einem Briefing erklärte de Maizière: „Ich setze mich für den Erhalt des Verbandes ein.“ Dass dieser Verband noch lange Bestand habe, zeige die Tatsache, dass die Nato 800 Millionen Euro in die Modernisierung investiere. Eine wichtige Maßnahme sei nun die Modernisierung der Start- und Landebahn. Dabei ging er auch auf unterschiedliche Ansichten zu seinem französischen Amtskollegen ein: „Die Sanierung der Bahn muss von der gesamten Nato finanziert werden. Die Franzosen sind der Auffassung, dass sie ihren Anteil von zwei bis drei Millionen Euro nicht bezahlen müssen. Daran arbeiten wir jetzt. Ich lasse kein Gespräch mit meinem französischen Amtskollegen aus, um ihn zu überzeugen. Die Franzosen haben als Nato Partner alle Rechte, aber auch Pflichten.“ De Maizière zeigte sich aber optimistisch: „Das Problem ist lösbar.“

Angesprochen auf eine Reduzierung des Personals am Standort Geilenkirchen, meinte der Minister, derzeit würden bei der Nato fünf verschiedene Modelle geprüft, die Personalstärke könnte je nach Modell auf 1400 Soldaten und Zivilisten zurückgefahren werden. „Alle müssen sparen, auch die Nato. Aber der Standort wird dadurch nicht bedroht“, versicherte er. Mit einer Entscheidung rechnet de Maizière im Herbst. „Wahrscheinlich bei der Konferenz der Verteidigungsminister im Oktober.“

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