Geilenkirchen - Awacs-Initiative greift Bürgermeister an

Awacs-Initiative greift Bürgermeister an

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Awacs-Maschine im Anflug auf Teveren: An der niederländischen Testreihe hat die Geilenkirchener Initiative gegen Fluglärm erhebliche Kritik. Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. Die Initiative gegen Awacs-Emissionen, Geilenkirchen, hat erhebliche Kritik an den Start- und Landetests der Nato-Frühwarnflotte in Teveren geäußert. Zugleich wirft die Initiative dem Geilenkirchener Bürgermeister Andreas Borghorst „fehlende Dialogbereitschaft in Sachen Fluglärm/Luftverschmutzung” vor.

Borghorst habe am 31. Oktober mit dem E-3AVerband die Geilenkirchener Bevölkerung aufgerufen, sich an einer Testreihe des niederländischen Umweltministeriums zu beteiligen, bei der am 4. November neue lärmmindernde Start- und Landeverfahren erprobt wurden.

Es wurden Bürger gesucht, die die wahrgenommenen Lärmemissionen beurteilen sollten. Diese Erkenntnisse sollten dann in die Studie des niederländischen Umweitministeriums einfließen. Unter diesen Voraussetzungen wurden die seitens der Stadt Geilenkirchen ausgegebenen Testbögen auch von etwa 40 Bürgern ausgefüllt und an die Stadtverwaltung zurückgegeben.

Am 17. Dezember 2008 nahmen Vertreter der Geilenkirchener Initiative an der öffentlichen Ergebnis-Präsentation des niederländischen Umweltministeriums in Schinveld teil.

Schinvelder befragt

Dort wurde jedoch, so betont die Initiative, direkt zu Beginn der Veranstaltung klar, dass eine Beteiligung der deutschen Bevölkerung an dieser Studie zu keiner Zeit geplant war. Dies war nicht Inhalt des Untersuchungsauftrages.

Der Bericht des niederländischen Umweltministeriums basiere daher ausschließlich auf den Feststellungen der Testpersonen in Schinveld. „Flüge über Deutschland wurden nicht berücksichtigt”, so ein Sprecher des Ministeriums.

Auf Nachfrage erklärte dann der stellvertretende Awacs-Kommandeur Oberst Ton van Happen (im Gegensatz zu dem Presseaufruf), dass alle deutschen Bögen dem E-3A-Verband vorlägen und den niederländischen Behörden nicht zur Verfügung gestellt würden. Diese Bögen würden lediglich durch Mitarbeiter des E3A-Verbandes begutachtet und ausgewertet.

Letztendlich bedeutet dies, so kritisiert die Initiative, für die Bürger, die sich an dem Test beteiligt hatten, dass der ganze Aufwand leider umsonst gewesen sei.

An einer unabhängigen Untersuchung der Lärmemissionen sei die Stadtverwaltung nicht interessiert. Durch falsche Pressemitteilungen sei dem Bürger dieses Interesse lediglich suggeriert worden.

Derzeit sichere der Bürgermeister einzelnen Bürgerinitiativen (wie der K 3 Gillrath) seine Unterstützung zu, aber die Interessen der lärmgeschädigten Bürger vertrete er nicht. Er lasse es an Dialogbereitschaft fehlen, stellt die Initiative enttäuscht fest.
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