Awacs-Flugplatz: Nach dem Frühstück wird demonstriert

Von: r.k
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Die 25 Radfahrer der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW“ protestierten vor dem Awacs-Flughafen. Foto: Renate Kolodzey

Geilenkirchen. „Auf Achse für ein ziviles Europa ohne Atomwaffen und Atomkraftwerke, für Klima- und Umweltschutz“: So lautete das Motto der achttägigen Friedens-Fahrradtour der „Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte Kriegsdienstgegner (DFG-VK) NRW“.

Die Route der 1892 gegründeten Organisation der „Deutschen Friedensbewegung“ führte von Münster nach Köln, wobei täglich 70 Kilometer gefahren wurden. Die Aktion fand in Kooperation mit dem „Forum Ziviler Friedensdienst“ und der „Agenda 21 Ratingen“ statt und wurde von NRW-Umweltverbänden sowie holländischen Friedensgruppen unterstützt.

Ihrem Protest gaben die Radler Ausdruck in folgenden Städten: Münster, dem Stützpunkt der Nato-Eingreiftruppe, Gronau, wo sich eine Uran-Anreicherungsanlage befindet, Kalkar, dem Sitz der Nato-Kommandozentrale, Volkel in den Niederlanden, einem Atomwaffenstützpunkt, Mönchengladbach, wo es eine Veranstaltung zum Klimawandel gab, Geilenkirchen, dem Awacs-Stützpunkt, Hambacher Forst, wo Braunkohleabbau stattfindet, und Köln mit einer Gedenkaktion an Hiroshima.

Die 25 Friedens-Radler aus verschiedenen Städten in NRW, unter ihnen zwei Personen aus Weißrussland und ein Engländer, hatten Pech mit dem Wetter. „Die ganze Strecke war regnerisch“, resümierte Jochen Petzschmann vom „Forum Ziviler Friedensdienst“.

Am Freitag trafen die Radler im Heinsberger Kreishaus ein, wo sie von der Fraktion „Die Linke“ zu einem Frühstück erwartet wurden. Wie Fraktionsgeschäftsführerin Jenny Marx berichtete, hatte die DFG-VK aus Dortmund Kontakt mit ihrer Fraktion aufgenommen. „Als Antikriegspartei unterstützen wir jede Friedensbewegung“, betonte Silke Otten, Fraktionsvorsitzende.

Am Awacs-Stützpunkt in Teveren warteten Marx und Otten nach dem Frühstück auf die Radler. Joachim Schramm, Geschäftsführer der DFG-VK NRW, nannte den Teverener Flughafen „ein Symbol für die Militarisierung des Niederrheins“.

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