Ausstellungseröffnung: „Klang meines Körpers“

Von: Markus Bienwald
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Marion Dalmisch vom Städtischen Jugendzentrum, der Erste Beigeordnete der Stadt Übach-Palenberg, Helmut Mainz, Therapeutin und Initiatorin Stephanie Lahusen, sowie die Gleichstellungsbeauftragten Lina Vieten-Wyen (Hückelhoven), Anneliese Wellens (Kreis Heinsberg), Adele Müller (Übach-Palenberg) und Beyda Üner (Kreis Heinsberg) freuen sich auf die Ausstellung zum Thema „Essstörungen“ im Städtischen Jugendzentrum in Übach-Palenberg.

Übach-Palenberg. Eine Ausstellung der besonderen Art, nämlich eine, die sich mit dem Bild vom eigenen Körper beschäftigt, ist ab Donnerstag im Jugendzentrum des Mehrgenerationenhauses (MGH) am Palenberger Bahnhof zu sehen.

Die Idee zur Ausstellung mit dem Titel „Klang meines Körpers“ entstand bereits im Jahr 2006 in Bamberg im Rahmen einer musiktherapeutischen Gruppenbehandlung – und sie widmet sich dem Thema Essstörungen.

„Betroffene Jugendliche kommen in dieser Ausstellung mit eigenen Bildern, Texten und ausgewählter Musik selbst zu Wort“, so Projektinitiatorin Stephanie Lahusen. Die diplomierte Musiktherapeutin und Heilpraktikerin betont, dass die Ausstellung sich als Medium versteht, um Besucher auf emotional-sinnlicher und kognitiver Ebene zu begegnen. „Mit den kreativen Elementen ist beabsichtigt, Aufmerksamkeit zu gewinnen und somit zur Auseinandersetzung mit dem Thema Essstörung anzuregen“, sagt die Initiatorin.

Essstörungen sind nach wie vor ein großes Thema, und sie haben vielfältige Erscheinungsformen, weiß sie. Meist stecken große Probleme mit der eigenen Identität und Wertigkeit dahinter. „Die Suggestionen der Medien auf einen ‚perfekten‘ Körper verzerren oft das Selbstbild“, so Lahusen. Das Schönheitsideal werde von den Medien sehr hoch angesetzt und so wird der Focus auf Äußerlichkeiten gelenkt, anstatt die inneren Stärken und Werte mit in die Waagschale zu werfen. Daraus entstehe dann ein Ungleichgewicht, das sich in seelischem Stress in unterschiedlichen Formen von Essstörungen auswirken könne. Die ursprünglich von jungen Frauen entwickelte Ausstellung spricht aber auch Männer an.

„Da mittlerweile ebenfalls immer mehr junge Männer von Essstörungen betroffen sind, wurde die Ausstellung um ein Porträt eines jungen Mannes erweitert, der ebenso wie die jungen Frauen sehr persönliche und tiefe Einblicke in die eigene Gefühls- und Gedankenwelt in Form von Texten, Bildern und Musik gibt“, verrät die Therapeutin. Diese Ausstellung gibt allen Jugendlichen und Interessierten die Möglichkeit auf eine besondere Art sich mit dem Thema Essstörung auseinander zu setzen. Der Blick soll sich nicht auf die Krankheit richten, sondern auf sie - als Menschen voller Lebenshunger und schöpferischem Potential. Positive und lebensbejahende Botschaften werden vermittelt, die Wege aus der Essstörung aufzeigen.

Finanziert wird die Ausstellung vom Kreisgesundheitsamt, in Zusammenarbeit mit der Stadt Übach-Palenberg und dem Arbeitskreis Essstörungen, der vor einigen Jahren in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg und der Arbeitsgemeinschaft der Gleichstellungsbeauftragten im Kreisgebiet Heinsberg ins Leben gerufen wurde. Dazu hat der Arbeitskreis einen neuen Flyer mit dem Titel „Hilfe bei Essstörungen“ herausgegeben, der einen Überblick über alle Beratungsstellen gibt, die sich als erste Anlaufstelle für Hilfe suchende Betroffene sehen.

Darüber hinaus informiert das Faltblatt über Einrichtungen, die eine medizinische und therapeutische Begleitung bieten. „Erfreulich ist, dass diese Wanderausstellung zum Thema Essstörung der Öffentlichkeit in freien Terminen und den weiterführenden Schulen durch Beratungseinrichtungen mit vereinbarten Terminen unter fachlicher Anleitung zugänglich gemacht wird“, so Marion Dalmisch vom Jugendzentrum.

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