Ausstellung: Wiedergeburt in der Papiermühle

Letzte Aktualisierung:
13736565.jpg
Die ausstellenden 14 Künstlerinnen und Künstler (von links): Friedel Heeg, Karin Thiel, Dragica Philipp, Walter Verwoert, Herbert Aretz, Karin Mailandt-Ritterbecks, Joep Albertz, Willi Arlt, Nadine Reinhardt, Wiltrud Laser-Mauder, Ferydoun Echghi-Ghamsari, Henriette Echghi-Ghamsari, Horst-H. Zocher und Erika Giegla. Foto: Horst-H. Zocher

Geilenkirchen. Der Tradition folgend wird die Künstlergruppe des Geilenkirchener Kulturvereins GK-KulturGut! mit dem Beginn des Jahres wieder eine Mitgliederausstellung in Geilenkirchen veranstalten. Der Titel der Ausstellung, „Papier“, stellt die Verwendung dieses Mediums in den Mittelpunkt und wird farbige, plastische und grafische Varianten der Papierkunst vorstellen.

Die zu erschaffenden Kunstwerke sollen ausschließlich aus Papier oder Pappe gefertigt sein. Die 14 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler waren gefordert, sich mit Form, Funktion und auch Fertigung des Werkstoffes auseinanderzusetzen, das Material entsprechend zu bearbeiten und in Szene zu setzen. Keine leichte Aufgabe, wenn man die vielfältigen Möglichkeiten, die das Medium bietet, betrachtet. Es bot sich also die Gelegenheit, Papier als ideales, modellhaftes Material für plastische Objekte der Papierkunst zu entdecken.

Die beteiligten Damen und Herren halten sich ob ihrer geschaffenen Werke noch sehr bedeckt. Die Vereinsvorsitzende Henriette Echghi-Ghamsari möchte der Kunsthistorikerin Alexandra Simon-Tönges die erste Betrachtung der Werke überlassen, über die sie in der Einführung zur Ausstellung sprechen soll.

Den interessierten Besuchern werden unter anderem Collagen auf nach historischem Vorbild handgeschöpften Papier präsentiert, ein Künstler setzt sich in Form eines Reliefs mit der Entwicklung einer Wüstenstadt auseinander, während eine Psaligraphie überraschende Durchblicke auf ein teilweise verborgenes Kunstwerk erlaubt. Repräsentativ wird Papierkunst auch als Spagat zwischen Pop Art und Recyclingkunst gezeigt, in sechs Partituren werden Briefhüllen als Kommunikationsruinen mit Collagen wiederbelebt.

Der Mensch als Individuum in seiner Welt ist ein weiteres Thema, das ebenso wie ein papierener „befleckter Engel“ zum Nachdenken anregt, so wie auch eine „Femme fatale“, die ebenfalls als Skulptur zu sehen ist. Die Apokalypse wird mit einem Werk über die Erfüllung der Offenbarung dramatisch verdeutlicht, und letztlich gibt es, da es ja um Papier geht, auch einen „Papierkorb“ für das Ende des Papiers und die Wiedergeburt in der Papiermühle.

Die Ausstellung „Papier“ beginnt mit der Vernissage am Sonntag, 15. Januar, um 11 Uhr im Haus Basten in Geilenkirchen. Die Ausstellung ist geöffnet jeweils donnerstags von 16 bis 20 Uhr und sonntags von 14 bis 18 Uhr. Letzter Tag der Ausstellung ist Sonntag, 12. Februar.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert