Ausstellung im Haus Basten: „Tierwelten“

Von: g.s.
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Einen Blumenstrauß für Angelika Freitag (2.v.r.) von Leonhard Kuhn (Mitte) und Gratulationen von Henriette Echghi-Ghamsari (r.), Walter Verwoert und Manfred Mispelbaum (v.l.). Foto: Georg Schmitz

Geilenkirchen. „Schon seit den frühesten Anfängen der Kultur des Menschen spielen auch Tiere in der Kunst eine große Rolle“, sagte der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Geilenkirchen, Leonhard Kuhn, aus Anlass der Eröffnung von „Tierwelten“ in der Galerie Haus Basten.

Beginnend bei den steinzeitlichen Höhlenmalereien hätten sich später auch die Ägypter der Darstellung von Tieren in ihren Hieroglyphen bedient. Kein Thema habe die Kunst aller Epochen mit gleicher Intensität beschäftigt und vergleichbares Interesse in der künstlerischen Wahrnehmung erzeugt.

„Tiere sind uns einerseits vertrauter Freund, Wegbegleiter oder wertvolles Nutztier, andererseits auch fremd oder gar ein der Sache gleiches Nutzobjekt“, fuhr Kuhn fort. Tiere hätten Künstler stets inspiriert – als Objekt der Darstellung oder als Subjekt. So wie das Tier in kulturellen Bereichen wie in der Philosophie, der Religion oder Ethik diskutiert werde, habe es auch in der Kunst mittlerweile seinen Platz gefunden. Der Blick auf die Exponate von Angelika Freitag zeige keine Tierporträts. Die Künstlerin betrachte die Tiere nicht nur aus einem Blickwinkel heraus. „In ihren künstlerischen Darstellungen geht es um die Gratwanderung zwischen Ruhe und Bewegung, Stille und Unruhe“, so Kuhn weiter.

Freitag mache in ihren Werken ihre sehr persönliche und sehr distanzierte Sicht auf Menschen und Tiere und deren Wesenhaftigkeit deutlich. Leonhard Kuhn: „Ihre Tiere sind weder sensationell noch beschaulich, sondern in sich ruhend.“

Immer lausche die Künstlerin den Tieren ihre typischen Verhaltensweisen ab. Der stellvertretende Bürgermeister bedankte sich im Namen der Stadt beim Verein „GK KULTURgut“, der die Ausstellung der Düsseldorfer Künstlerin nach Geilenkirchen geholt hat.

Dessen Vorsitzende Henriette Echghi-Ghamsari hieß die drei Dutzend Besucher bei der Vernissage im Haus Basten willkommen, bevor Walter Verwoert in die Ausstellung einführte. „Ich wünsche Ihnen eine eigenständige Begegnung mit den Bildern und Plastiken von Angelika Freitag“, so der Laudator. Verwoert verwies auf zwei Führungen durch die Ausstellung an den Sonntagen 16. und 22. Juni, jeweils von 16 bis 18 Uhr, zu denen der Kulturverein herzlich einlade. „Bei den Führungen betrachten wir auch Tierwelten, Plastiken und Zeichnungen verschiedener Bildhauer und Maler in Kunstbüchern und Ausstellungskatalogen. In Gesprächen erweitern wir so den Rahmen des Themas auch mit den Darstellungswelten anderer Künstler und kommen zu vergleichenden Betrachtungen“, so Verwoert.

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