Ausstellung: Die Frage nach der Wahrheit

Von: Markus Bienwald
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Eingerahmt von den ausstellenden Künstlerinnen Christine Giesen (l.) und Katalin Islik (r.) freut sich Regionalmarktleiter Rudolf Klee über die jüngste Ausstellung „Wir stellen uns vor“ in der Volksbank Geilenkirchen. Foto: Markus Bienwald

Geilenkirchen. Nicht nur ein Haus des Geldes, sondern auch ein Hort für Kunst will das Kompetenzzentrum der Volksbank Heinsberg in Geilenkirchen sein. Nun wurde dort die jüngste Kunstausstellung mit Werken von Christine Giesen und Katalin Islik eröffnet.

Beide einen das Interesse und das Können in der Malerei, allerdings sind die in Wildenrath lebende Christine Giesen und die in Grotenrath ansässige Katalin Islik durch ihren eigenen Blick auf die Kunst getrennt. Kräftige Farben in Öl und Acryl zeichnen die Arbeiten von Christine Giesen aus.

Sie fängt Stimmungen einer Landschaft ein, lässt sie in ihre Kunst einfließen, gibt Inspirationen und Intuitionen einen Raum in ihren realistisch wirkenden Bildern. Abstrakt ist hingegen das Oeuvre von Katalin Isik, die Farben und Formen sprechen lässt, während Realismus wenig Chancen hat.

Für Professor Dieter Crumbiegel, Vorsitzender des Künstlerforums Schloss Zweibrüggen, selbst Künstler und anerkannter Kurator, war es genau diese Spannung zwischen der erweiterten Realität in den Bildern von Christine Giesen und der nicht mehr hinterfragbaren Realität der Arbeiten von Katalin Islik, die diese Ausstellung so besonders macht.

In einem Exkurs stellte er den rund 60 Gästen bei der Vernissage im Eingangsbereich der Bank die Frage nach der Wahrheit in der Kunst. „Es geht um die Realität insgesamt, um die Wahrheit, die davor liegt“, sagte Crumbiegel. Und mit der Kunst sei das Reale gemeint, nicht etwa aktuelle Wahrheiten. Das spiegelt sich schließlich auch im Titel der Ausstellung wieder, die mit „Wir stellen uns vor“ überschrieben ist – eine eindeutig mehrdeutige Formulierung.

Freier Eintritt

Die Besucher und Bankkunden können sich während der normalen Öffnungszeiten noch bis einschließlich Freitag, 30. Dezember, ins Spannungsfeld von Abbildung, Realität und den ganz persönlichen Empfindungen bei der Bildbetrachtung begeben. Der Eintritt ist frei.

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